Proteste
Mehrere Inhaftierungen wegen Boykottaufrufen in der Türkei

In der Türkei sind nach Boykottaufrufen gegen regierungsnahe Unternehmen elf Menschen festgenommen worden.

    Eine Menschenmenge mit türksichen Flaggen, in der Mitte eine Frau mit braunen Haaren und Sonnenbrille, die etwas ruft.
    Die Verhaftung des abgesetzen Bürgermeisters Imamoglu zieht immer mehr Aktionen nach sich. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Francisco Seco)
    Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, wird ihnen unter anderem die Verbreitung von Hass und Diskriminierung in den Sozialen Medien vorgeworfen. Unter den Festgenommenen ist Medienberichten zufolge auch ein türkischer Schauspieler. Oppositionelle hatten dazu aufgerufen, als Zeichen des Protests gegen die Verhaftung des abgesetzten Istanbuler Bürgermeisters, Imamoglu, Produkte von regierungsnahen Unternehmen zu meiden. Justizminister Tunc kritisierte das als eine organisierte Hetzkampagne gegen die Wirtschaftsordnung.
    Imamoglus Partei CHP hat für kommende Woche zu neuen Protestkundgebungen aufgerufen.
    Diese Nachricht wurde am 03.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.