Die Energiewende - in den Köpfen der meisten Deutschen ist ihre Notwendigkeit mittlerweile angekommen. Laut einer Umfrage vom September sind rund 60 Prozent der Deutschen gegen die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Erneuerbare Energien - ja bitte und zwar ohne Verzug:
"Atomkraft ist auf alle Fälle nicht so gut, weil auf Dauer damit eine Energiepolitik betrieben wird oder Strom hergestellt wird, auf eine Weise, die halt nicht nachhaltig ist, also nicht effizient. Also es wäre besser, wenn man sich jetzt einfach mal schnell darum kümmern würde, neue Mittel zu finden, um Strom herzustellen, Mittel, die nicht so schädlich sind."
Mit dem persönlichen Engagement ist es allerdings nicht ganz so weit her, zwischen 5 und 10 Prozent der deutschen Haushalte beziehen Ökostrom - so schätzt die Initiative "Atomausstieg selber machen". Der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter ist selbst für Atomkraft-Gegner noch keine Selbstverständlichkeit. Alina, 25 Jahre alt und Mitglied einer Düsseldorfer Wohngemeinschaft:
"Wenn man dann mal sieht, was es alles so für Anbieter gibt und dass ich selbst bei meinem eigenen Anbieter nicht mal so genau weiß, wo der Strom eigentlich herkommt, wie das so funktioniert, dann bin ich halt so verunsichert, dann denk ich mir: eh ich mir jetzt tausend Sachen durchlesen muss... also es ist halt echt Faulheit, dass man dann einfach da bleibt, wo man ist."
Und so denken offenbar viele Menschen, die sich prinzipiell für die Energiewende aussprechen. Zwar will Greenpeace Energy im Zuge der Debatte um verlängerte AKW-Laufzeiten einen - so wörtlich - "Run auf Ökostrom" festgestellt haben: Die Zahl an wöchentlichen Neukunden habe sich zuletzt verdoppelt. Doch andere Ökostrom-Anbieter wie beispielsweise Naturstrom aus Düsseldorf sind da zurückhaltender. Kundenzuwachs gebe es vor allem im Zeitraum von September bis November, denn da erhöhten die konventionellen Stromanbieter die Preise, sagt Geschäftsführer Oliver Hummel.
"Trotzdem ist es wichtig zu sehen, dass ungefähr zwei Drittel der Bevölkerung Atomkraft nicht haben wollen, aber nur ungefähr 5 Prozent der Bevölkerung sich für Ökostrom entschieden haben. Da gibt es also noch eine Riesen-Diskrepanz zwischen dem, was man so sagt und dem, was man in der Handlung gemacht hat."
Die Gründe dafür sieht Hummel in einer Verunsicherung, aber auch in einer gewissen Bequemlichkeit der Verbraucher, sich mit dem Thema Strom auseinanderzusetzen. Trotz der vielen Kampagnen gebe es noch immer die Befürchtung, der Anbieter-Wechsel sei kompliziert und Ökostrom zu teuer. Peter Blenkers von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hält solche Sorgen für unbegründet:
"Das ist die schöne Nachricht für Verbraucher, dass das Ökostromangebot, zumindest das preisgünstigste, das die meistens preisgünstiger sind als das örtliche Standardangebot des örtlichen Versorgers, also das Grundversorgungsangebot."
Zugleich warnt er:
"Also erstmal gilt, dass der Begriff Ökostrom gesetzlich nicht geschützt ist. Es kann sich eigentlich so gut wie alles Ökostrom nennen. In vielerlei Hinsicht wird dabei auch nicht ganz transparent für Verbraucher gearbeitet."
Dann wird beispielsweise Strom aus bereits viele Jahrzehnte existierenden Wasserkraftanlagen als Ökostrom verkauft, gleichzeitig wird aber nicht in den Neubau von umweltfreundlichen Anlagen investiert, der Ausbau der erneuerbaren Energien also nicht vorangetrieben. Wer die Energiewende durch den eigenen Strombezug fördern will, sollte sich deshalb nach Ansicht des Verbraucherschützers den Tarifrechner des Vereins Energie Vision ansehen. Er wird getragen von der Verbraucherzentrale, dem Öko-Institut Freiburg und dem WWF. Dabei genügt es auf der Internetseite www.energie-vision.de Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch einzugeben, um sich entsprechend geprüfte Ökostromangebote in der Region auflisten zu lassen - nach Preisen gestaffelt. Damit es keinen Etikettenschwindel gibt, sind dabei nur Angebote aufgeführt, die das Gütesiegel Grüner Strom Label oder OK Power tragen beziehungsweise dem Anforderungsprofil Eco Top Ten entsprechen. Das sei wichtig, denn so Peter Blenkers:
"Ich beziehe, wenn ich Ökostrom-Kunde bin, physikalisch den gleichen Strom wie mein Nachbar, der kein Ökostrom-Kunde ist. Wenn man tatsächlich aber als Kunde etwas tun möchte und mit seiner Bestellung Ökostrom etwas Positives für die Umwelt tun möchte, dann muss gewährleistet sein, dass zwei Faktoren dabei berücksichtigt sind: einmal dass der Strom aus diesen Anlagen der Umwelt gut tut und das zweite ist eben, dass eben auch neue Anlagen mit dieser Bestellung in Auftrag gegeben werden."
Bei Stromanbietern mit den Gütesiegeln Grüner Strom Label oder OK Power ist das sichergestellt.
"Atomkraft ist auf alle Fälle nicht so gut, weil auf Dauer damit eine Energiepolitik betrieben wird oder Strom hergestellt wird, auf eine Weise, die halt nicht nachhaltig ist, also nicht effizient. Also es wäre besser, wenn man sich jetzt einfach mal schnell darum kümmern würde, neue Mittel zu finden, um Strom herzustellen, Mittel, die nicht so schädlich sind."
Mit dem persönlichen Engagement ist es allerdings nicht ganz so weit her, zwischen 5 und 10 Prozent der deutschen Haushalte beziehen Ökostrom - so schätzt die Initiative "Atomausstieg selber machen". Der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter ist selbst für Atomkraft-Gegner noch keine Selbstverständlichkeit. Alina, 25 Jahre alt und Mitglied einer Düsseldorfer Wohngemeinschaft:
"Wenn man dann mal sieht, was es alles so für Anbieter gibt und dass ich selbst bei meinem eigenen Anbieter nicht mal so genau weiß, wo der Strom eigentlich herkommt, wie das so funktioniert, dann bin ich halt so verunsichert, dann denk ich mir: eh ich mir jetzt tausend Sachen durchlesen muss... also es ist halt echt Faulheit, dass man dann einfach da bleibt, wo man ist."
Und so denken offenbar viele Menschen, die sich prinzipiell für die Energiewende aussprechen. Zwar will Greenpeace Energy im Zuge der Debatte um verlängerte AKW-Laufzeiten einen - so wörtlich - "Run auf Ökostrom" festgestellt haben: Die Zahl an wöchentlichen Neukunden habe sich zuletzt verdoppelt. Doch andere Ökostrom-Anbieter wie beispielsweise Naturstrom aus Düsseldorf sind da zurückhaltender. Kundenzuwachs gebe es vor allem im Zeitraum von September bis November, denn da erhöhten die konventionellen Stromanbieter die Preise, sagt Geschäftsführer Oliver Hummel.
"Trotzdem ist es wichtig zu sehen, dass ungefähr zwei Drittel der Bevölkerung Atomkraft nicht haben wollen, aber nur ungefähr 5 Prozent der Bevölkerung sich für Ökostrom entschieden haben. Da gibt es also noch eine Riesen-Diskrepanz zwischen dem, was man so sagt und dem, was man in der Handlung gemacht hat."
Die Gründe dafür sieht Hummel in einer Verunsicherung, aber auch in einer gewissen Bequemlichkeit der Verbraucher, sich mit dem Thema Strom auseinanderzusetzen. Trotz der vielen Kampagnen gebe es noch immer die Befürchtung, der Anbieter-Wechsel sei kompliziert und Ökostrom zu teuer. Peter Blenkers von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hält solche Sorgen für unbegründet:
"Das ist die schöne Nachricht für Verbraucher, dass das Ökostromangebot, zumindest das preisgünstigste, das die meistens preisgünstiger sind als das örtliche Standardangebot des örtlichen Versorgers, also das Grundversorgungsangebot."
Zugleich warnt er:
"Also erstmal gilt, dass der Begriff Ökostrom gesetzlich nicht geschützt ist. Es kann sich eigentlich so gut wie alles Ökostrom nennen. In vielerlei Hinsicht wird dabei auch nicht ganz transparent für Verbraucher gearbeitet."
Dann wird beispielsweise Strom aus bereits viele Jahrzehnte existierenden Wasserkraftanlagen als Ökostrom verkauft, gleichzeitig wird aber nicht in den Neubau von umweltfreundlichen Anlagen investiert, der Ausbau der erneuerbaren Energien also nicht vorangetrieben. Wer die Energiewende durch den eigenen Strombezug fördern will, sollte sich deshalb nach Ansicht des Verbraucherschützers den Tarifrechner des Vereins Energie Vision ansehen. Er wird getragen von der Verbraucherzentrale, dem Öko-Institut Freiburg und dem WWF. Dabei genügt es auf der Internetseite www.energie-vision.de Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch einzugeben, um sich entsprechend geprüfte Ökostromangebote in der Region auflisten zu lassen - nach Preisen gestaffelt. Damit es keinen Etikettenschwindel gibt, sind dabei nur Angebote aufgeführt, die das Gütesiegel Grüner Strom Label oder OK Power tragen beziehungsweise dem Anforderungsprofil Eco Top Ten entsprechen. Das sei wichtig, denn so Peter Blenkers:
"Ich beziehe, wenn ich Ökostrom-Kunde bin, physikalisch den gleichen Strom wie mein Nachbar, der kein Ökostrom-Kunde ist. Wenn man tatsächlich aber als Kunde etwas tun möchte und mit seiner Bestellung Ökostrom etwas Positives für die Umwelt tun möchte, dann muss gewährleistet sein, dass zwei Faktoren dabei berücksichtigt sind: einmal dass der Strom aus diesen Anlagen der Umwelt gut tut und das zweite ist eben, dass eben auch neue Anlagen mit dieser Bestellung in Auftrag gegeben werden."
Bei Stromanbietern mit den Gütesiegeln Grüner Strom Label oder OK Power ist das sichergestellt.