Studie
Menschen mit geringen Einkommen von Mietsteigerungen besonders betroffen

Die Mietsteigerungen der vergangenen Jahrzehnte haben Menschen mit geringeren Einkommen deutlich stärker belastet als Bezieher hoher Einkünfte. Laut einer Studie überschreitet die Belastung bei vielen inzwischen eine kritische Grenze.

    "Bezahlbare Mieten" steht am auf einem Wandbild nahe dem Kottbusser Tor in Berlin im Bezirk Kreuzberg.
    Protest gegen hohe Mieten (dpa / Wolfram Steinberg)
    Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung hat Daten der Jahre 1990 bis 2020 analysiert. Demnach wendeten einkommensstarke Menschen 2020 etwa 18 Prozent ihres Einkommens für die Miete auf. Dies seien zwei Prozentpunkte mehr als 1990. Personen, die zum unteren Fünftel der Einkommensverteilung zählen, wendeten hingegen 2020 durchschnittlich 44 Prozent ihres Einkommens für Miete auf. Dies waren zwölf Prozentpunkte mehr als 1990.
    Damit überschritten viele Personen die kritische Grenze der Europäischen Union, die ab einem Mietanteil von 40 Prozent von Mietkostenüberbelastung spricht, wie die Studienautoren erklärten.
    Diese Nachricht wurde am 27.02.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.