Europäische Union
Merz und fünf weitere Regierungschefs stellen Ultimatum zur Kürzung des EU-Haushalts

Deutschland und fünf weitere EU-Staaten dringen laut einem Medienbericht auf Kürzungen im nächsten Siebenjahreshaushalt der Europäischen Union.

    Die blaue EU Flagge mit den gelben Sternen weht vor dem zwischen 1963 bis 1967 erbauten Berlaymont-Gebäude in Brüssel, der Sitz der Europäischen Kommission.
    Der EU-Haushalt sorgt schon seit geraumer (picture alliance / Goldmann)
    Wenn der Haushalt nicht um Hunderte von Milliarden niedriger ausfalle, werde es in diesem Jahr keine Einigung geben, zitiert die Financial Times Diplomaten. In einem Schreiben, das von den Regierungschefs Deutschlands, der Niederlande, Schwedens, Dänemarks, Österreichs und Finnlands unterzeichnet wurde, heißt es laut dem Bericht, der EU-Haushalt müsse grundlegend reformiert werden.
    Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wollen sich eigentlich noch bis Ende des Jahres auf einen Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034 verständigen. Die Europäische Kommission schlägt rund 1,76 Billionen Euro vor. Das ist deutlich mehr Geld, als für die Jahre von 2021 bis Ende 2027 eingeplant war.
    Bundeskanzler Merz und die anderen Unterzeichner des Schreibens treten schon seit längerem für eine Kürzung um mehrere hundert Milliarden Euro ein.
    Diese Nachricht wurde am 29.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.