
Das geht aus Daten hervor, die das Forschungskonsortium "Eiserner Vorhang" in Berlin vorgelegt hat. Demnach starben allein 193 DDR-Bürger bei Fluchtversuchen über die Ostblockstaaten und die Ostsee. Eine Häufung der Todesfälle in der Ostsee habe es 1962 und in den Ostblockstaaten 1989 gegeben.
Die Erfassung von Opfern des DDR-Grenzregimes ist Gegenstand wissenschaftlicher Debatten. Es gibt kein Einvernehmen darüber, wer zu den Opfern gehört. Diskutiert wird etwa, wie der Tod von Grenzern zu bewerten ist. Umstritten ist auch, ob Todesfälle beim Passieren der innerdeutschen Grenze vor dem Bau der Berliner Mauer dazuzuzählen sind. 2017 hatte der Forschungsverbund eine Untersuchung vorgelegt, wonach 133 Menschen an der innerdeutschen Grenze und 103 Menschen an der Berliner Mauer getötet wurden.
Diese Nachricht wurde am 16.11.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.