Dort entsteht gerade die Station "Mars Düne Alpha". In der hundertfünfzig Quadratmeter großen Behausung sollen sich vier Menschen aufhalten und einen Flug zum Mars simulieren. Die NASA möchte bei dieser Mars-Analog-Mission die mentalen Probleme untersuchen, mit denen Menschen auf einer Reise durch das Sonnensystem zu kämpfen haben. Die Besatzung muss mit Konflikten innerhalb der Gruppe und eingeschränkten Ressourcen klar kommen, mit dem Ausfall technischer Geräte und Verzögerungen in der Kommunikation.
Auf Marsreisen kann es wegen der großen Entfernung schon mal vierzig Minuten dauern, bis die Antwort auf einen Funkspruch die Raumkapsel erreicht – genau das werden auch die Menschen im Marsbau von Houston erleben.
Die vier simulieren Ausstiege in den freien Weltraum, arbeiten mit Roboterarmen und führen wissenschaftliche Experimente durch – alles soll möglichst so ablaufen wie bei einem echten Marsflug.
Bewerben dürfen sich US-Bürger, die dreißig bis fünfundfünfzig Jahre alt sind und eine naturwissenschaftlich-technische Ausbildung haben oder Pilot sind. Im Herbst des kommenden Jahres ziehen die ersten vier in das vermeintliche Marsraumschiff ein. Bis ein echtes Raumfahrzeug mit Menschen zum roten Planeten startet, dürften noch mindestens zwei Jahrzehnte vergehen.