
Außenminister Araghtschi sagte in Teheran, viele Faktoren könnten die politische Lage in Damaskus noch erheblich beeinflussen. Diejenigen, die sich als Sieger fühlten, sollten sich nicht zu früh freuen, betonte Araghtschi.
Zuvor hatte der neu ernannte syrische Außenminister al-Schibani dem Iran vorgeworfen, gezielt Unruhe im Land zu stiften. Al-Schibani warnte Teheran davor, sich in die Angelegenheiten Syriens einzumischen. Der Wille des syrischen Volkes und die Souveränität des Landes müssten respektiert werden.
Der Iran hatte das Assad-Regime vor dessen Sturz lange unterstützt. Unter Machthaber Assad galt Syrien als Teil der sogenannten "Achse des Widerstands", einem von Teheran angeführten Bündnis, das sich gegen Israel und die USA stellt. Der Machtwechsel in Syrien gilt als Rückschlag für den Einfluss des Irans im Nahen Osten.
Diese Nachricht wurde am 25.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.