Koalitionsverhandlungen
Opposition und Verbände kritisieren Klima-Pläne von Union und SPD

Opposition und Umweltverbände kritisieren Zwischenergebnisse der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD im Bereich Klima und Energie. Die Grünen werfen den voraussichtlichen Koalitionären vor, mit ihren politischen Vorhaben die fossile Abhängigkeit Deutschlands auf Jahrzehnte zu zementieren.

    Strommasten und Windräder rund um das Kohlekraftwerk Neurath des Stromkonzerns RWE bei Grevenbroich. Aus den Kühltürmen steigen dicke Dampfwolken in den Himmel.
    Union und SPD bekennen sich zum Ziel der Klimaneutralität bis 2045 - doch viele Zwischenergebnisse der Koalitionsverhandlungen stoßen auf Kritik von Opposition und Verbänden. (imago / Panama Pictures / Christoph Hardt)
    Fraktionschefin Dröge sagte, unter anderem stehe im Raum, das Deutschlandticket zu verteuern, den Kohleausstieg hinauszuzögern und neue Gasförderung im Inland zu ermöglichen. Dies sei eine klimapolitische Bankrotterklärung. Der Linken-Politiker Fahl warf Union und SPD vor, ambitionslos und hörig gegenüber Energiekonzernen zu sein. Die Umweltverbände Greenpeace, Deutsche Umwelthilfe, WWF und BUND forderten in einem offenen Brief die Beibehaltung des sogenannten Heizungsgesetzes. Dessen Abschaffung wäre ein fataler Rückschritt, schrieben die Verbände.
    Die Kritik bezieht sich auf die bekanntgewordenen energie- und klimapolitischen Vorschläge der Fachpolitiker aus CDU, CSU und SPD. Bei den Koalitionsverhandlungen haben insgesamt 16 Arbeitsgruppen Papiere zum jeweiligen Politikfeld erarbeitet. Ab Freitag wollen die Spitzen der drei Parteien über die noch strittigen Fragen verhandeln.
    Diese Nachricht wurde am 26.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.