Flüchtlinge
Pakistan will bis Jahresende Millionen Afghanen abschieben

Die pakistanischen Behörden wollen noch in diesem Jahr drei Millionen afghanische Staatsbürger abschieben.

    Ein geflüchteter Afghane steht in Pakistan an einem Grenzübergang. Er trägt einen Gegenstand, der in ein Tuch eingehüllt ist und blickt dabei in die Kamera.
    Pakistan will mehrere Millionen Afghanen abschieben (Archivbild). (picture alliance | Associated Press | Ebrahim Noroozi)
    Das teilte die Regierung mit. Eigentlich sollte mit den Festnahmen und Abschiebungen morgen begonnen werden - wegen der Feiern zum Ende des Fastenmonats Ramadan wurde der Zeitpunkt nun auf den 10. April verschoben.
    Heute lief eine Frist zur freiwilligen Ausreise nach Afghanistan aus. Flüchtlinge mit einer sogenannten Registrierungskarte, die ihnen eigentlich ein Bleiberecht einräumt, können den Angaben zufolge bis zum 30. Juni in Pakistan bleiben.
    Nach der Machtübernahme durch die Taliban flüchteten viele Afghanen über die Grenze in das Nachbarland. Zwar haben etliche Pakistan bereits wieder verlassen. Dennoch halten sich Hunderttausende Afghanen illegal in dem Land auf. Zusätzlich sind etwa anderthalb Millionen afghanische Staatsbürger vom UNO-Flüchtlingswerk UNHCR als Flüchtlinge in Pakistan registriert.
    Diese Nachricht wurde am 31.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.