US-Musiker Pokey LaFarge beim Kölner Konzert 2024
Zeitreise mit Gott

Nach seinem Suizidversuch hat Pokey LaFarge sein Leben strikt geändert: vom Hedonismus zur Aufrichtigkeit. Kein Alkohol, viel Spiritualität, positive Botschaften. Diese Mischung und sein Retro-Sound kamen auch bei seinem Kölner Konzert sehr gut an.

Am Mikrofon: Tim Schauen |
Pokey LaFarge steht im Anzug auf einer Bühne mit Gitarre und singt, während Spots verschiedene, strahlenartige Akzenten auf der Bühne setzen.
Pokey LaFarge wurde am 26. Juni 1983 als Andrew Heissler in Bloomington, Illinois geboren. (picture alliance / Photoshot)
Zeitreise? Nein, die Energie seines Auftretens und Auftritts ist stets völlig in der Echtzeit verwurzelt – und doch: Die Art, wie Pokey LaFarge seinen Hut tief ins Gesicht zieht, seine Jeanshosen krempelt oder – auf der Bühne – seinen Anzug trägt und seine typische Art zu singen, machen den im Juni 1983 als Andrew Heissler im US-Bundesstaat Illinois geborenen Amerikaner mit dem Künstlernamen bei oberflächlicher Betrachtung zu einem Relikt aus den 1950er-Jahren.

Zeitlose Songs

Doch seine Texte sind ebenso zeitlos wie aktuell. LaFarge hat durch verschiedene Erlebnisse in seinem Leben eine Wandlung durchgemacht: weg vom Hedonismus, hin zur Aufrichtigkeit. Kein Alkohol, viel Spiritualität, positive Botschaften. Diese Mischung kam auch bei seinem frenetisch bejubelten Kölner Konzert sehr gut an. Echt – jetzt!