
Zeitreise? Nein, die Energie seines Auftretens und Auftritts ist stets völlig in der Echtzeit verwurzelt – und doch: Die Art, wie Pokey LaFarge seinen Hut tief ins Gesicht zieht, seine Jeanshosen krempelt oder – auf der Bühne – seinen Anzug trägt und seine typische Art zu singen, machen den im Juni 1983 als Andrew Heissler im US-Bundesstaat Illinois geborenen Amerikaner mit dem Künstlernamen bei oberflächlicher Betrachtung zu einem Relikt aus den 1950er-Jahren.
Zeitlose Songs
Doch seine Texte sind ebenso zeitlos wie aktuell. LaFarge hat durch verschiedene Erlebnisse in seinem Leben eine Wandlung durchgemacht: weg vom Hedonismus, hin zur Aufrichtigkeit. Kein Alkohol, viel Spiritualität, positive Botschaften. Diese Mischung kam auch bei seinem frenetisch bejubelten Kölner Konzert sehr gut an. Echt – jetzt!