NATO
Polen will Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des BIP anheben

Polen will im nächsten Jahr fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung ausgeben.

    Der stellvertretende Ministerpräsident und Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz spricht vor dem Beginn des letzten Tages des informellen Treffens der Verteidigungsminister in der Warschauer Zitadelle.
    Informelles Treffen der Verteidigungsminister der EU-Staaten in Warschau, Polen (Radek Pietruszka/PAP/dpa)
    Das kündigte Verteidigungsminister Kosiniak-Kamysz nach einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen in Warschau an. Bereits jetzt ist Polen mit 4,7 Prozent das NATO-Mitglied mit den höchsten Ausgaben in diesem Bereich. Grund dafür ist der Einmarsch Russlands im Nachbarland Ukraine.
    Zuvor hatte US-Außenminister Rubio erklärt, er halte Verteidigungsausgaben im Volumen von fünf Prozent der Wirtschaftsleistung für angemessen. Zugleich räumte er ein, dass die USA dieses Ziel selbst noch nicht erfüllten. Vor Beratungen der NATO-Außenminister machte Rubio zudem deutlich, dass die USA weiter fest zu dem Verteidigungsbündnis stünden. Damit trat er Befürchtungen gegenüber, dass sich an dieser Haltung etwas geändert haben könnte. - Präsident Trump hatte wiederholt die Beistandsverpflichtungen innerhalb der NATO in Frage gestellt.
    Diese Nachricht wurde am 03.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.