USA
Präsident Trump führt komplexes Zollsystem auf die meisten Importe ein

US-Präsident Trump führt neue pauschale Zölle in Höhe von zehn Prozent auf die meisten Importe in die Vereinigten Staaten ein. Für viele Länder würden je nach Handelsdefizit höhere zusätzliche Abgaben gelten, sagte Trump in Washington. Für Einfuhren aus der Europäischen Union sind es nach seinen Worten 20 Prozent, für China 34 Prozent.

    US-Präsident Trump steht an einem Rednerpult und spricht, hinter ihm ist ein Teil der US-Flagge zu sehen.
    Im Rosengarten des Weißen Hauses kündigt US-Präsident Trump neue Zölle für viele Länder an. (IMAGO / ZUMA Press Wire / IMAGO)
    Trump betonte, jahrzehntelang seien die USA geplündert und gebrandschatzt worden - von nahen und fernen Nationen, von Freunden und Feinden gleichermaßen. Dies sei nun vorbei. Dieser Tag werde in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem man begonnen habe, Amerika wieder reich zu machen. Das goldene Zeitalter der USA komme zurück.
    Trump setzt seit dem Wiedereinzug ins Weiße Haus - ähnlich wie in seiner ersten Amtszeit - auf Zölle. Er verhängte bereits Strafabgaben auf alle Aluminium- und Stahlimporte, brachte Zölle in Höhe von 25 Prozent auf importierte Autos und Autoteile auf den Weg, führte erhöhte Zölle auf alle Waren aus China ein und nahm seine Nachbarn Kanada und Mexiko ins Visier.
    Beobachtern zufolge will Trump mit seiner Politik Stärke demonstrieren. Die Zolleinnahmen könnten dazu dienen, sein teures Wahlversprechen umfassender Steuersenkungen zumindest teilweise gegenzufinanzieren. Zölle dienen dem Republikaner auch als Druckmittel, um in Verhandlungen mit anderen Ländern seine Ziele zu erreichen.
    Analysten gehen davon aus, dass das Vorgehen Trumps zu einer Verschärfung der Inflation und zu wirtschaftlicher Stagnation führen könnte. Es wird erwartet, dass viele Importeure die höheren Kosten an die Endverbraucher weiterreichen.
    Diese Nachricht wurde am 03.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.