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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 11.05.2025

  • 00:05 Uhr

    Rotkäppchens Wolf, King Kong und der Schwan
    Eine Lange Nacht über fantastische Geschichten von Tieren und Menschen
    Von Markus Metz und Georg Seeßlen
    Regie: Philippe Brühl

    Das Verhältnis des Menschen zum Tier, von Anfang an ambivalent, ist Teil seiner Zivilisationsgeschichte. Einen Teil der Tierwelt hat er sich nutzbar gemacht, zu Haus- und Hoftieren gezüchtet und trainiert. Es gibt Tiere, mit denen sich die Menschen arrangieren wie Vögel oder Fliegen, und Tiere, die gejagt und gegessen werden. Dann sind da die Schädlinge - das Tier, das dem Menschen Krankheiten bringt oder seine Ernte verzehrt. Und schließlich ist da das gefährliche Tier, das Menschen angreift, sei es, weil es sie als Beute ansieht, sei es, weil es sie nicht in seinem Revier dulden will. Aus der Ambivalenz des Menschen gegenüber dem Tier sind viele Mythen und Legenden entstanden. Magische Bilder und Riten wurden entwickelt, um die „wilden“ Mitgeschöpfe zu bannen und ihnen ihren Platz in der Geschichte und in den Geschichten zuzuweisen, die einen dem höllischen, die anderem dem himmlischen und die dritten dem irdischen Bereich. An dieser Fantasie-Arbeit des Menschen am Tier hat sich bis heute wenig geändert, nur dass die fantastischen Tiere nun nicht mehr in religiösen Zeremonien oder magischen Ritualen, sondern in den Erfindungen der populären Kultur, in Literatur, Bildender Kunst, Film und Fernsehen ihre Rollen spielen. Die „Lange Nacht" unternimmt eine Reise durch die Welt der Tier-Fantasien und der Fantasie-Tiere.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Kammermusikfest Spannungen 2024

    Joseph Haydn
    Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello h-Moll op. 64/2 Hob III: 68

    Florian Donderer, Violine
    Maria Ioudenitch, Violine
    Barbara Buntrock, Viola
    Gustav Rivinius, Violoncello

    Aufnahme vom 24.6.2024 aus dem Kraftwerk Heimbach

    03:05 Uhr   Heimwerk

    Paul Ignaz Liechtenauer
    Messe zu 4 Stimmen, op. 2 Nr. 3

    Kölner Akademie
    Musikalische Leitung: Michael Alexander Willens

  • 06:10 Uhr

    Michael Praetorius
    Jubilate Domino à 9
    Stefan Maass, Theorbe
    Matthias Müller, Violone
    Johannes Fiedler, Orgel
    Dresdner Kammerchor
    Leitung: Hans-Christoph Rademann

    Johann Sebastian Bach
    Ihr werdet weinen und heulen. Kantate zum Sonntag Jubilate für Soli, Chor, Orchester und Basso continuo, BWV 103
    Dorothee Mields, Sopran
    Damien Guillon, Countertenor
    Thomas Hobbs, Tenor
    Peter Kooij, Bass
    Collegium Vocale Gent
    Leitung: Philippe Herreweghe

    Franz Xaver Richter
    Praeludium für Orgel D-Dur
    Wilhelm Krumbach, Orgel

    Georg Friedrich Händel
    O be joyful in the Lord. Chandos Anthem Nr. 1. Für Sopran, Tenor, Bass, Chor und Orchester, HWV 247
    Florie Valiquette, Sopran
    Nicholas Scott, Tenor
    Virgile Ancely, Bass
    Choeur et Orchestre Marguerite Louise
    Leitung: Gaétan Jarry

    Felix Mendelssohn Bartholdy
    Jauchzet dem Herrn, alle Welt! Motette für vierstimmigen Chor a cappella, o. op.
    Christophorus Jugendkammerchor Versmold
    Leitung: Hans-Ulrich Henning

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    „Ich bin ohne Furcht, denn Gott macht mich leicht.“
    Zum 100. Geburtstag von Hanns-Dieter Hüsch
    Von Pfarrer Detlef Ziegler
    Katholische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 65 Jahren: NS-Verbrecher Adolf Eichmann wird vom Mossad nach Israel entführt

  • 09:10 Uhr

    Klaviermusik

  • 09:30 Uhr

    Für die Demokratie eintreten
    Loyalität als Haltung in schwierigen Zeiten
    Von Maike Weißpflug

    Lange war die Demokratie als Staatsform im Westen unangefochten. Doch mittlerweile erleben wir sogar in den westlichen Demokratien Angriffe auf sie, auf den Rechtsstaat und seine Institutionen. Wie können Demokraten und Demokratinnen dem entgegentreten?
    Wenn es darum geht, aktiv betriebenen Aushöhlungsversuchen oder durch Unterlassungen in Kauf genommenen Erosionsprozessen demokratischer Gemeinwesen etwas entgegen zu setzen, dann hat der Ökonom und Sozialwissenschaftler Albert O. Hirschman (1915-2012) eine spannende Antwort. Er unterscheidet drei Reaktionsmöglichkeiten auf Missstände, die sowohl in der Wirtschaft als auch in der Politik vorkommen: Abwanderung, Widerspruch und Loyalität. Von diesen drei Reaktionsmöglichkeiten ist Loyalität die überraschendste. Warum soll man einem Gemeinwesen, das seinen Bürgern vor allem als Bürokratie gegenüber tritt, mit Loyalität begegnen? 
    Loyalität zur Demokratie und zu den rechtsstaatlichen Institutionen erweist sich gerade heute angesichts des Aufstiegs autoritärer Parteien als eine empfehlenswerte, ja robuste Haltung, die den Schwächen demokratischer Institutionen entgegentritt, um die Demokratie selbst zu stärken.
    Maike Weißpflug ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet als Beteiligungsexpertin in der Endlagersuche für hochradioaktive Abfälle beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Zuletzt veröffentlichte sie die Bücher „Hannah Arendt - Die Kunst, politisch zu denken“ (2019) und „Hannah Arendt - 100 Seiten“ (2024). 

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Lutherkirche in Pinneberg
    Predigt: Pastor Harald Schmidt
    Evangelische Kirche

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Die Bibliothekarin Claudia Lux im Gespräch mit Joachim Scholl

    Als Professorin der Bibliothekswissenschaft wurde Claudia Lux zur internationalen Größe in ihrem Fach. Inzwischen plant und gestaltet sie Bibliotheken in der ganzen Welt, etwa die gigantische Nationalbibliothek von Katar am Persischen Golf.

  • 15:05 Uhr

    Kompakt und konsequent
    Die dänische Progressive Metal-Band VOLA
    Von Kai Löffler

    In den frühen Tagen, seit der Gründung von VOLA im Jahr 2006, hat die Band um Sänger und Gitarrist Asger Mygind im Probenraum vor allem Prog- und Metal-Songs gecovert. Aus so unterschiedlichen Einflüssen wie Meshuggah, Porcupine Tree und Massive Attack haben die Dänen schließlich einen eigenen Sound geschaffen, der zwar perfekt in die moderne Progressive Rock-Szene passt, dabei aber unverwechselbar ist und sich von Album zu Album konsequent weiterentwickelt. Die Songs von VOLA sind für Prog-Verhältnisse eher kompakt, aber dennoch kantig und heavy. Mit der Symbiose aus dem Sound der Prog-Urväter der 70er-Jahre und modernem Metalcore und Djent ist VOLA mit dem aktuellen Album „Friend of a Phantom“ endgültig in den Prog-Metal Olymp aufgestiegen.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    Mein Vater war Russe
    Ein unerzähltes Kapitel der Nachkriegsgeschichte
    Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt
    Deutschlandfunk Kultur 2025

    Am Ende des Zweiten Weltkriegs zeugten russische Soldaten zahlreiche Kinder mit deutschen Frauen. Es gab Vergewaltigungen, aber auch Liebesbeziehungen. Beim Annähern an ihre Herkunft haben die „Russenkinder“ mit Tabus und Verdrängungen zu kämpfen.

    Irgendetwas stimmt nicht. Mit dieser Gewissheit wachsen die um 1945 gezeugten Kinder von deutschen Frauen und russischen Soldaten auf. Fast immer sind sie machtlos gegen das bleierne Schweigen der Mütter, die ihre Vergangenheit durch Lebenslügen unter der Decke halten wollen. Egal ob die Beziehungen der jungen Frauen zu den Rotarmisten gewaltsam erzwungen oder romantisch waren, im Nachkriegsdeutschland werden sie zum sozialen Makel. Die Suche der so gezeugten Kinder nach dem leiblichen Vater und anderen russischen Angehörigen wird zum Lebensinhalt und die Annäherung an ihre russische Herkunft, das Wachsen der Vertrautheit mit diesem Land und ihren Menschen, wird Teil ihrer Identität.

    Matthias Baxmann arbeitete als Puppenspieler, Theaterpädagoge und seit den 80er-Jahren als Autor, Journalist und Produzent von zahlreichen Features und Sendereihen beim Radio. Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: „Seid bereit! Immer bereit! − Pioniere in der DDR“ (2024).
    Matthias Eckoldt ist Schriftsteller, Wissenschaftsautor und Radiomacher. Er schrieb Romane, Erzählungen, Sachbücher und zahlreiche Radiofeatures, zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: „Die Entschlüsselung des Lebendigen“ (2022).
    Gemeinsam produzieren Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt die beliebte Reihe „Alltag anders“ bei Deutschlandfunk Kultur.

  • 21:05 Uhr

    Das „Provinzlärm“-Festival 2025 in Eckernförde

    Idin Samimi Mofakham
    Learn to Play Death Metal

    Zaneta Rydzewska
    Entomofonia

    Alisa Kobzar
    What is left?

    Sofie Søs Meyer
    Dunkles zu Sagen

    Michele Abondano
    Just an Attempt to Dissipate

    Ensemble Kwartludium
    Ensemble Reflexion K
    Leitung: Gerald Eckert

    Aufnahmen vom 25./26.2.2025 in der St. Nicolai-Kirche, Eckernförde

    Am Mikrofon: Egbert Hiller

    Im Februar 2025 fand das Festival „Provinzlärm“ zum zehnten Mal statt. Zeitgenössisches Komponieren und neue Namen aus Dänemark prägten den Länderschwerpunkt der Jubiläumsausgabe. Aber auch aus Polen und Schweden reisten Mitwirkende an. Zentraler Aufführungsort war die St. Nicolai-Kirche im Ostseestädtchen Eckernförde. Die Ensembles Kwartludium und Reflexion K, die Sängerinnen Clara Stengaard Hansen und Julia Spaeth, Organistin Katja Kanowski sowie Peter Söderberg (Laute) und Leif Henrikson (Viola da Gamba) boten einen bemerkenswerten Querschnitt durch schöpferische Konzepte der Gegenwart.

  • 23:05 Uhr