
Die Einberufungskampagne stehe in keinem Zusammenhang "mit der militärischen Sonderoperation in der Ukraine", erklärte das russische Verteidigungsministerium. Offiziell nehmen Wehrpflichtige nicht am Krieg gegen die Ukraine teil, allerdings waren sie mehrfach in Kämpfe im russischen Grenzgebiet verwickelt.
Seit dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine hat Moskau seine Truppenstärke schrittweise erhöht - zuletzt auf 2,4 Millionen Soldaten. Die jährliche Einberufung im Frühjahr und Herbst ist Teil des regulären Wehrdienstes.
Erstmals erfolgte die Einberufung über ein zentrales elektronisches Register. Dabei verzichteten die Wehrkreisersatzämter nicht auf die gedruckten Einberufungsbescheide, die weiterhin an die Meldeadressen verschickt werden, hieß es. Zugleich gebe es jedoch auch elektronische Einberufungsbescheide, die die jungen Wehrpflichtigen auf ihrem Account auf der Webseite staatlicher Dienstleistungen "Gosuslugi" erhalten würden. Wegen der Vielzahl an Dienstleistungen, die über das Portal organisiert werden, haben inzwischen praktisch alle Erwachsenen in Russland dort ein Kundenkonto.
Diese Nachricht wurde am 01.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.