Frankreich
Rechtspopulistin Le Pen in Veruntreuungsprozess schuldig gesprochen

Die französische Politikerin Le Pen ist der Veruntreuung öffentlicher Gelder schuldig gesprochen worden.

    Paris: Die rechtsnationale französische Politikerin Marine Le Pen trifft vor einem Pariser Gericht ein, von dem ein Urteil in einem Veruntreuungsfall erwartet wird.
    Das Gericht spricht Le Pen im Prozess schuldig. (Thibault Camus / AP / dpa / Thibault Camus)
    Das Gericht in Paris will das Strafmaß noch bekannt geben. Auch acht Europaabgeordnete ihrer Partei, des heutigen Rassemblement National, wurden für schuldig befunden. Die Staatsanwaltschaft forderte für Le Pen unter anderem ein Verbot, bei Wahlen anzutreten. Sollte es dazu kommen, könnte sich die Rechtspopulistin nicht als Kandidatin für die Präsidentschaftswahl im Jahr 2027 aufstellen lassen. Das Verbot könnte unmittelbar in Kraft treten, auch wenn Le Pen noch Berufung einlegen kann.
    Konkret ging es um den Vorwurf der Scheinbeschäftigung von Assistenten im Europaparlament. Mit dem Geld sollen stattdessen Mitarbeiter des Rassemblement National in Frankreich bezahlt worden sein. Le Pen selbst soll in ihrer Zeit als Europaabgeordnete die Gelder für vier Assistentenstellen widerrechtlich genutzt haben. Das Gericht schätzte den Gesamtschaden auf 2,9 Millionen Euro.
    Diese Nachricht wurde am 31.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.