Sie wollen den deutschen Staat nicht anerkennen, Deutschland betrachten sie als von den USA besetztes Gebiet. Die sogenannten Reichbürger seien eine kleine - aber wachsende - Gruppe von Leuten, die sich aus der offiziellen Staatsversion ausklinken und behaupten, die Bundesrepublik existiere nicht, sagte der Religionswissenschaftler und Wissenschaftsblogger Michael Blume im DLF.
Vor allem im rechtsextremen Bereichen seien diese Menschen angesiedelt. Für sie sei es "ein Problem", dass Hitler den Krieg nicht gewonnen habe. Sie wollten nicht einsehen, dass die Deutschen damals einen Völkermord begangen hätten. Als Konsequenz würden sie sich eine alternative Geschichtsversion zusammenbasteln und bestimmte Ereignisse negieren.
Gemeinsam sei allen extremistischen Bewegungen, egal welcher Couleur, dass sie glaubten, Opfer einer weltweiten Verschwörung zu sein. Die Behörden müssten mit Blick auf die zunehmende Gewaltbereitschaft viel deutlicher an das Thema herangehen. Die Demokratie sei auf jeden Fall gefährdet, warnte Blume.
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