USA
Reuters und andere Medien von Trumps erster Kabinettssitzung ausgeschlossen

In den USA erhöht das Weiße Haus weiter den Druck auf die Medien.

    US-Präsident Trump steht vor einer Menschentraube von Journalisten auf einer Straße im Garten des Weißen Hauses. Die Reporter filmen und halten ihm Mikrofone entgegen.
    Das Präsidialamt will künftig selbst entscheiden, welche Journalisten Zugang zu Terminen im Weißen Haus erhalten. (imago/ Stefani Reynolds)
    So durften ein Fotograf der Nachrichtenagentur AP sowie insgesamt drei Reporter vom "Tagesspiegel", der HuffPost und Reuters nicht an der ersten Kabinettssitzung von US-Präsident Trump teilnehmen. Hintergrund ist eine Änderung der Regelung für die Berichterstattung über den Präsidenten. Das Weiße Haus hatte angekündigt, dass die traditionellen Medien Trump weiter beim Tagesgeschäft begleiten dürften. Zukünftig werde jedoch das Präsidialamt entscheiden, wer bei Veranstaltungen in kleineren Räumen wie dem Oval Office dabeisein dürfe. Bisher hatte die Korrespondentenvereinigung White House Correspondents’ Association über die wechselnde Teilnahme entschieden. Die Nachrichtenagenturen AP, Bloomberg und Reuters waren bislang ständige Mitglieder des Pools. Sie protestierten in einer gemeinsamen öffentlichen Erklärung gegen die Neuregelung. Sie betonten, dass ein Großteil der Berichterstattung über das Weiße Haus von Agenturen komme. Es sei entscheidend für eine Demokratie, dass Menschen Zugang zu Nachrichten über ihre Regierung durch eine unanhängige und freie Presse erhielten.
    Diese Nachricht wurde am 27.02.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.