"Heute sehen wir, dass die Industrieproduktion in vielen Regionen Russlands wieder wächst. Doch wir wollen in Russland keine Entwicklung haben, wie man es zum Beispiel in China beobachten kann, wo das Wachstum der Industrieproduktion zu schweren Umweltschäden geführt hat. Das wollen wir vermeiden und dafür brauchen wir internationale Erfahrungen und Know-how."
Genau in diesem Punkt will das Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen helfen und seine Erfahrungen in Sachen Umweltschutz mit den russischen Kollegen teilen. Denn in Deutschland musste man einst aus eigenen Fehlern lernen. Gemeinsam haben deutsche und russische Förster eine Bestandsaufnahme der Wälder im Gebiet Nischni Nowgorod durchgeführt, Probleme analysiert und bereits ein Programm zur ökologischen Waldbewirtschaftung in der Region entwickelt, so Leiter des Projektes von der deutschen Seite Jörg Becker:
"Die zweite Stufe nach der Erarbeitung dieses Konzepts besteht darin, dass wir weitere Partner in das Boot holen. Das ist die finnische Regierung und die EU. Wir möchten auch die EU einschalten, weil wir bei solchen großen Projekten Fördermittel aus Europa benötigen."
Die gemeinsamen Erfahrungen, die bei der Verwirklichung dieses Projektes gesammelt werden, könnten später auch anderen Ländern zugute kommen. Doch derzeit liegt der russische Antrag auf die Fördermittel aus dem TACIS-Hilfsprogramm erst einmal in Brüssel. Eingefroren wegen des Tschetschenien-Konfliktes. Am 10 Juli wird nun die EU-Kommission die Lage in Russland überprüfen und über die Freigabe des Geldes entscheiden. Wenn der Antrag für das Projekt in Nischni Nowgorod tatsächlich durchkommt, bedeutet das für die russischen Forstbetriebe ein umfassendes Beratungs- und Schulungsprogramm und die Möglichkeit, das technische Gerät anzuschaffen. Dafür, dass diese Entscheidung nicht etwa als eine Billigung der russischen Politik im Kaukasus verstanden wird, will die deutsche Seite sorgen, so Jörg Becker:
"Wir haben bei unseren Arbeitsgesprächen immer wieder auch unseren russischen Kollegen deutlich gemacht, dass dies nicht allein ein innerrussisches Problem ist, sondern dass das die ganze Welt berührt, dass die Vorgehensweise, so wie wir sie mitbekommen haben, nicht akzeptiert werden kann. Bei diesen Gesprächen konnten wir feststellen, dass unsere Meinung von vielen unseren Partnern geteilt wird, und dass der "typische Russe", wenn ich das so sagen darf längst nicht immer identisch ist, mit dem was die russische Regierung macht."
Sich auf der EU-Ebene aus dem Hilfsprogramm für Russland zurückzuziehen hält Jörg Becker für einen falschen Weg und zieht Parallelen zu China:
"Man kann nur durch Vorbilder, durch aktive Teilhabe an der Entwicklung solche Probleme mitlösen. Ziehen wir uns zurück, bleibt dieses Land isoliert und solche Entwicklungen werden sich erneut vollziehen."
Auch russische Wälder, die als grüne Lunge Europas gelten, können auf die Entscheidungen der europäischen Politiker schlecht warten, so der Projektleiter. Umweltprobleme kennen eben keine Grenzen.
Genau in diesem Punkt will das Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen helfen und seine Erfahrungen in Sachen Umweltschutz mit den russischen Kollegen teilen. Denn in Deutschland musste man einst aus eigenen Fehlern lernen. Gemeinsam haben deutsche und russische Förster eine Bestandsaufnahme der Wälder im Gebiet Nischni Nowgorod durchgeführt, Probleme analysiert und bereits ein Programm zur ökologischen Waldbewirtschaftung in der Region entwickelt, so Leiter des Projektes von der deutschen Seite Jörg Becker:
"Die zweite Stufe nach der Erarbeitung dieses Konzepts besteht darin, dass wir weitere Partner in das Boot holen. Das ist die finnische Regierung und die EU. Wir möchten auch die EU einschalten, weil wir bei solchen großen Projekten Fördermittel aus Europa benötigen."
Die gemeinsamen Erfahrungen, die bei der Verwirklichung dieses Projektes gesammelt werden, könnten später auch anderen Ländern zugute kommen. Doch derzeit liegt der russische Antrag auf die Fördermittel aus dem TACIS-Hilfsprogramm erst einmal in Brüssel. Eingefroren wegen des Tschetschenien-Konfliktes. Am 10 Juli wird nun die EU-Kommission die Lage in Russland überprüfen und über die Freigabe des Geldes entscheiden. Wenn der Antrag für das Projekt in Nischni Nowgorod tatsächlich durchkommt, bedeutet das für die russischen Forstbetriebe ein umfassendes Beratungs- und Schulungsprogramm und die Möglichkeit, das technische Gerät anzuschaffen. Dafür, dass diese Entscheidung nicht etwa als eine Billigung der russischen Politik im Kaukasus verstanden wird, will die deutsche Seite sorgen, so Jörg Becker:
"Wir haben bei unseren Arbeitsgesprächen immer wieder auch unseren russischen Kollegen deutlich gemacht, dass dies nicht allein ein innerrussisches Problem ist, sondern dass das die ganze Welt berührt, dass die Vorgehensweise, so wie wir sie mitbekommen haben, nicht akzeptiert werden kann. Bei diesen Gesprächen konnten wir feststellen, dass unsere Meinung von vielen unseren Partnern geteilt wird, und dass der "typische Russe", wenn ich das so sagen darf längst nicht immer identisch ist, mit dem was die russische Regierung macht."
Sich auf der EU-Ebene aus dem Hilfsprogramm für Russland zurückzuziehen hält Jörg Becker für einen falschen Weg und zieht Parallelen zu China:
"Man kann nur durch Vorbilder, durch aktive Teilhabe an der Entwicklung solche Probleme mitlösen. Ziehen wir uns zurück, bleibt dieses Land isoliert und solche Entwicklungen werden sich erneut vollziehen."
Auch russische Wälder, die als grüne Lunge Europas gelten, können auf die Entscheidungen der europäischen Politiker schlecht warten, so der Projektleiter. Umweltprobleme kennen eben keine Grenzen.