
Solche Gebühren seien offenbar der Versuch, ihnen die Schuld an langen Wartezeiten in die Schuhe zu schieben, sagte die Vorstandsvorsitzende Engelmeier dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Zudem würden Ärzte so zu einer Art "Klassenlehrer" gemacht, die entschieden, was unentschuldigt sei. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte Forderungen nach Strafzahlungen als "absurd" kritisert. Versicherte würden unter Generalverdacht gestellt. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Lauterbach sprach sich insbesondere gegen Ausfallgebühren bei Kinderärzten aus. Es sei unvorstellbar, dass gerade ärmere Eltern bezahlen sollten, wenn sie einen Termin nicht wahrnehmen könnten, meinte der SPD-Politiker.
Zuletzt hatten die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte sogenannte No-Show-Gebühren gefordert. Einige Ärzte erheben solche Strafgebühren bereits.
Diese Nachricht wurde am 02.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.