
Chefredakteur Dirk Kurbjuweit erklärte, Relevanz sei das oberste Kriterium, nicht die Frage, wem eine Titelgeschichte nütze oder schade. Siegmund gebe sich freundlich, wirke gewinnend, auch auf Bürger, die nicht rechtsextremer Gesinnung seien, sich aber große Veränderungen in der Politik wünschten. Siegmunds Pläne für Sachsen-Anhalt seien ein Anschlag auf die liberale Demokratie. Minderheiten würden das zuerst spüren. Das zusammen, das Umgängliche und das Extreme, machten Siegmund zu einem gefährlichen Mann, aktuell zum gefährlichsten Deutschlands, aus Sicht liberaler Demokraten. Im Moment sei Siegmund "eine hochrelevante Figur, weil ein Ministerpräsident der AfD in Sachsen-Anhalt dieses Land verändern würde, nicht nur das Bundesland, auch die Bundesrepublik".
Landtagswahl in gut drei Wochen in Sachsen-Anhalt
Der Spiegel hat sein aktuelles Heft mit dem AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt aufgemacht. Der Untertitel lautet: "Der gefährlichste Mann Deutschlands". Das Cover hatte kontroverse Debatten ausgelöst. Der Linken-Bundestagsabgeordnete Bartsch nannte es unverantwortlich. Letztlich sei es Wahlkampfhilfe für die AfD. Siegmund selbst bezeichnete es am Rande einer Wahlkampfveranstaltung als "sehr gute Werbung". Siegmund teilte auf Instagram eine Videosequenz, in der er das "Spiegel"-Cover signiert.
Gut drei Wochen vor der Landtagswahl am 6. September liegt Siegmunds AfD in Umfragen mit 41 bis 43 Prozent und großem Abstand vorn. Mangels koalitionswilliger Partner hofft die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei, eine absolute Mehrheit der Sitze zu erringen und dann allein regieren zu können.
Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
