Seit über zwei Jahrtausenden leben aus Indien stammende Singhalesen und Jaffna-Tamilen auf Sri Lanka - gemeinsam mit später eingewanderten Muslimen und Abkömmlingen tamilischer Teearbeiter, die - wegen ihrer niedrigen Kaste - von Jaffna-Tamilen eher abschätzig behandelt werden. Die meist hinduistischen Jaffna-Tamilen stellen zwölf Prozent der Bevölkerung Sri Lankas, die in der Regel buddhistischen Singhalesen 74 Prozent. Herrliche Bauwerke, Kunst und Literatur zeugen von gegenseitiger kultureller Befruchtung - wenngleich man einander immer wieder bekriegte - wegen territorialer Zwiste.
Die Saat für einen ethnischen Konflikt zwischen Singhalesen und Tamilen legten britische Missionare. Ihr Bildungsangebot nahmen vor allem Tamilen wahr, während Singhalesen weiter buddhistische Klosterschulen besuchten. In der Konsequenz besetzte die Kolonialverwaltung überproportional viele Jobs mit Tamilen - sehr zum Verdruss der Singhalesen, die nach dem Abzug der Briten 1948 die Diskriminierung umkehrten:
1956 erklärte Staatschef Bandaranaike Singhalesisch zur alleinigen Amtssprache, 1972 seine Frau und Nachfolgerin den Buddhismus zur Staatsreligion. Der Zugang von Tamilen zu den Hochschulen wurde drastisch erschwert, in den Staatsdienst kamen fast nur noch Singhalesen.
Woraus einige junge Tamilen eine für sie logische Konsequenz zogen. Sie entschieden sich für den Separatismus. 1975 gründete der damals 20jährige Bauernsohn Velupillai Prabhakaran die "Befreiungstiger von Tamil Eelam", LTTE. Das Ziel: ein unabhängiger Staat der Jaffna-Tamilen im Norden und Osten Sri Lankas. Neben der offenen Feldschlacht setzten die "Tamil Tigers" den Terror als Waffe ein. Für Geld und Waffen sorgten Tamilen in der deutschen, französischen oder kanadischen Diaspora.
" Wir tranken gerade Tee, als der Tsunami kam und uns fortspülte - meinen Mann, unsere beiden Kinder und mich. Wie durch ein Wunder überlebten wir; und Tage später kamen wir zurück zu dem, was einmal unser Haus war. Wir fanden nur noch Geröll; und unser Boot war weg. - Seit Anfang Januar leben wir jetzt in diesem Zelt. Jede Woche stehen wir Schlange für Reis, Mehl und Zucker, wofür uns die Regierung diese roten Gutscheine gegeben hat. - Wie es weitergeht, wissen wir nicht. So gern würden mein Mann und ich irgendetwas arbeiten. Stattdessen hocken wir in der Hitze herum, bekommen Fieber, Kopfschmerzen und Durchfall."
Resigniert deutet die junge Tamilin im blau-rot geblümten Sari auf ihre Unterkunft: Kleider an Zeltstangen, ein paar Decken und Matten, etwas Kochgeschirr - in das böiger Wind immer wieder Sand weht. Mit Hunderten weiterer Tsunami-Opfer lebt Maria Busbop in einer Siedlung olivgrüner Armeezelte entlang der löchrigen Straße, die von Trincomale im Nordosten Sri Lankas gen Norden führt. Menschen ohne Perspektive.
Dabei kann sich M. D. Rodrigo, seines Zeichens "government agent", lokaler Vertreter der Zentralregierung, gar nicht retten vor Hilfsangeboten. Als Rodrigo heute seine schmucke Dienstvilla im einst von Portugiesen angelegten "Fort Frederic" betritt, kommt er gerade von einer Konferenz. Die Vertreter von 40 Hilfsorganisationen haben sich, wie später zu erfahren ist - förmlich darum geprügelt, irgendwo Behelfsunterkünfte aufstellen zu dürfen.
Zu diesen Hilfsorganisationen zählt auch die größte Sri Lankas - die "Tamil Relief Organization", TRO - die mit den tamilischen Rebellen, kurz LTTE, kooperiert, mit den so genannten "Tamil Tigers". - "Der Krieg hält uns nicht ab von konkreter Zusammenarbeit zugunsten Not leidender Menschen", sagt der schmächtig und kurzatmig wirkende, gleichwohl engagiert gestikulierende "government agent".
" Vom ersten Tag an haben wir mit den Institutionen der LTTE eng zusammengearbeitet. Immer wieder sitzen deren politische Führer hier in meinem Büro, sprechen mit mir über die Verteilung von Nahrungsmitteln, über den Bau von Unterkünften. Dieser Dialog funktioniert hervorragend. Schauen Sie auf dieses Protokoll. Da hat heute der Chef des LTTE-Exekutivkomitees unterschrieben."
Trincomale - ein Gewirr enger, mit ein-, zweistöckigen Ziegelbauten bestandener Straßen, Hunderte kleinster Läden, die Gemüse verkaufen, Armbanduhren, Wasserhähne, Saris. Dazwischen kleine Hindu-Tempel - jedes Dach ein dicht bevölkerter, bunter Pantheon. In der Ferne die Silos der Weizenmühle, des - neben einer Zementfabrik - einzigen Industriebetriebs in der wirtschaftlich am Boden liegende Stadt.
Schließlich, in einem Flachbau, das Büro der TRO. Trichelam Kiribukara, der junge Distriktschef, ist auf die Deutschen gut zu sprechen. Während Briten und Amerikaner jeden Kontakt mit den bei ihnen als "Terroristen" registrierten "Tamil Tigers" meiden, hat die "Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit", GTZ, keine Probleme, zusammen mit der TRO Tsunami- und Kriegsopfern zu helfen. Die Kooperation mit "government agent" Rodrigo sieht Kiribukara weniger rosig als Rodrigo selbst:
" Im Moment konzentriert sich die TRO darauf, provisorische Unterkünfte zu bauen - hier in Trincomale, aber auch in von den "Tamil Tigers" kontrollierten Gebieten. Ein Problem ist, dass uns die Regierungsbürokratie immer wieder Knüppel zwischen die Beine wirft. Bis heute hat sie uns kein Land zugewiesen, auf dem wir tausend Unterkünfte hier in Trincomale bauen dürfen; und auch, wie groß und aus welchem Material die Unterkünfte sein dürfen, hat uns der "Government Agent" noch nicht mitgeteilt."
Nach 22 Jahren Krieg kontrolliert die LTTE, von der Halbinsel Jaffna und größeren Städten abgesehen, den größeren Teil des srilankischen Nordens und einen kleineren des Ostens - Teile einer Region, die der Krieg wirtschaftlich auf den Stand der 40er Jahre zurückgeworfen hat.
Der Frontverlauf wurde am 22. Februar 2002 eingefroren in einem von Norwegen vermittelten Waffenstillstandsabkommen - in einem Abkommen, das bis heute 5.000 mal gebrochen wurde - meist, so norwegische Beobachter, von den "Tamil Tigers". Diese rekrutieren überdies weiterhin Kindersoldaten; weit über tausend waren es 2004.
Dass zwar beide Seiten mehr denn je aufrüsten, es aber bislang nicht zu einer neuen großen Feldschlacht kam, schreibt sich vor allem Generalmajor Kottegoda auf die Fahnen, der Oberbefehlshaber der srilankischen Streitkräfte.
" Der Waffenstillstand war eine neue Herausforderung für unsere Truppen, die sie - glaube ich - gut bewältigt haben. Unsere Soldaten haben verstanden, dass wir zu einer dauerhaften Lösung dieses Konflikts kommen müssen. Sie haben auf Provokationen extrem zurückhaltend reagiert und bisweilen sogar Erniedrigungen durch die andere Seite hingenommen - ein Ergebnis unserer guten Ausbildung. Und ich versichere Ihnen, dass wir, in der gleichen Weise wie bisher, unserer Regierung den Rücken freihalten werden, wenn die Friedensverhandlungen wieder beginnen und hoffentlich zu einem guten Ergebnis führen."
Der Generalmajor leugnet nicht, dass seine Untergebenen bis tief in die 90er Jahre tamilische Zivilisten terrorisiert haben. Durch Erziehungsmaßnahmen jedoch sei es inzwischen gelungen, in den Soldaten Respekt vor der Zivilbevölkerung zu verankern; die Übergriffe seien abgestellt.
Eine Einschätzung, die unabhängige Beobachter weitgehend bestätigen. - Vorgeworfen wird der Armee jedoch, dass sie bis heute paramilitärische Tamilen-Organisationen, die ihrerseits die LTTE bekämpfen, unterstützt - zum Beispiel die Gruppierung des früheren LTTE-Kommandanten Karuna, der sich im März 2004 von den "Tamil Tigers" abspaltete.
Auch für den Mord an Karunas Nachfolger Kousalyan sei das Militär verantwortlich, behauptet mit blitzenden Augen Nadarajah Raviraj, Parlamentsabgeordneter der LTTE-nahen "Tamil National Alliance", TNA. Der Kommandant der Ostregion wurde am 7. Februar dieses Jahres nahe der Stadt Polonnaruwa von Unbekannten erschossen.
" In jener Gegend gibt es alle zehn Kilometer einen Stützpunkt der Armee mit mehreren Checkpoints. Jeder, der vorbeikommt, muss dort einen Bodycheck über sich ergehen lassen; alle Autos werden mit Hilfe von Hunden durchsucht, Details über Fahrzeug und Passagiere genau registriert. - Und ausgerechnet in dieser Hochsicherheitszone, zwischen zwei großen Armee-Stützpunkten, kam es zu dem Mord an Kousalyan. - Wer, glauben Sie, trägt für diesen Mord wohl die Verantwortung?"
Die Verantwortung für das Scheitern aller bisherigen Friedensverhandlungen schieben sich beide Seiten gegenseitig in die Schuhe. Nachdem man Anfang 2003 ein, so wörtlich, "friedliches Zusammenleben auf der Basis einer föderalen Struktur innerhalb eines geeinten Sri Lanka" vereinbart hatte, wurden die Verhandlungen im März 2003 vorläufig abgebrochen.
Im Dezember desselben Jahres löste Präsidentin Chandrika Kumaratunga das Parlament auf; bei Neuwahlen im April 2004 wurde die vergleichsweise kompromissbereite Regierung der "United National Party" von einer singhalesisch-nationalistischen Koalition abgelöst - bestehend aus Kumaratungas "People's Alliance" und der JVP.
Die ursprünglich marxistische JVP vertritt jene stets protestbereiten Wähler der singhalesischen Unter- und Mittelschicht, die in der Angst leben, die Tamilen könnten ihnen die Butter vom Brot nehmen. - Kein Wunder, dass zuletzt das Klima zwischen den Kriegsgegnern derart eisig geworden war, dass Beobachter einen erneuten Kriegsausbruch befürchteten.
Der Tsunami brachte die Kriegstreiber auf beiden Seiten vorläufig zum Schweigen. Und es gedeihen einmal mehr jene flächendeckenden Arbeitsbeziehungen, die LTTE und Regierung seit langem unterhalten. So funktionieren in den von den "Tamil Tigers" kontrollierten Gebieten administrative Doppelstrukturen: Die von Colombo betriebenen Behörden, Schulen und Gesundheitsdienste empfangen ihre Weisungen von LTTE-Kadern - erklärt Christoph Feyen von der deutschen GTZ:
" Man spricht halt nicht nur am offiziellen Verhandlungstisch unter Beisein von Medien, sondern man spricht auch auf der ganz praktischen Ebene. Und es gibt viele Arrangements, die verblüffend gut laufen seit mittlerweile drei Jahren, seit dem Waffenstillstand. Es gibt Gespräche zwischen LTTE-Kadern und Armee über viele kleine Arrangements, wo man sich bemüht, den Waffenstillstand nicht zu verletzen."
Im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit für den Frieden fördert die GTZ die Verständigung zwischen den Kriegsparteien auf zwei Ebenen: Erstens bekämpft sie - unter Singhalesen wie Tamilen - die Armut, baut zum Beispiel Häuser für Tsunami-Opfer oder bildet Fischer aus; zweitens bringt die GTZ einflussreiche Vertreter aller ethnischen wie politischen Gruppen zu Gesprächen zusammen. "Sie sollen lernen, wie die anderen ticken", sagt Feyen.
Ganz ähnlich operiert im Prinzip die kleine, aber sozial höchst aktive katholische Kirche Sri Lankas. In Batticaloa an der Ostküste etwa baut die karitative Organisation EHED Obdachlosen neue Unterkünfte und betreut traumatisierte Kinder. Hinzu kommt, unterstützt vom deutschen Hilfswerk "Misereor", Versöhnungsarbeit - um die sich vor allem EHED-Chef Father Sritharan Sylvester kümmert, ein wie aufgedreht wirkender Priester, der meist mit wehender weißer Soutane unterwegs ist.
" In jedem Dorf haben wir Gesprächsgruppen aufgebaut - unter Kindern und Jugendlichen, unter Älteren. In den Gruppen sprechen wir über Sorgen des Alltags und religiöse Gefühle, über Probleme mit den Nachbarn. Darüber hinaus thematisieren wir das Verhältnis zwischen den Ethnien - was nicht immer einfach ist. Viele hier haben nämlich schlimme Erlebnisse hinter sich; manche haben durch den Krieg ihre ganze Familie verloren. Immer wieder haben wir es mit schwärenden Wunden zu tun, die nur sehr schwer zu heilen sind."
In der hohen Politik Sri Lankas stellt sich derweil die Frage, wie der vor zwei Jahren unterbrochene Verhandlungsprozess wieder in Gang kommen kann. Im Moment stehen sich beide Seiten mit einander ausschließenden Bedingungen gegenüber:
Die LTTE will zunächst nur über eine vorläufige Selbstverwaltung im Norden und Osten verhandeln. Erst wenn die steht, will man Details eines endgültigen Friedens erörtern.
Die Regierung lehnt diese Position ab; sie fürchtet, eine der LTTE einfach so zugestandene Selbstverwaltung könne sich zu einem de facto eigenen Staat verselbständigen. Deshalb will die Regierung vor der Selbstverwaltung auch die Eckdaten einer endgültigen föderalen Gestalt Sri Lankas festgelegt wissen.
GTZ-Mann Christoph Feyen glaubt, dass trotz der gegensätzlichen Positionen neue Friedensgespräche noch dieses Jahr beginnen werden. Dies insbesondere wegen des hohen politischen und wirtschaftlichen Drucks von außen: Mehrere Milliarden Euro Wiederaufbauhilfe stellt die internationale Gemeinschaft erst dann zur Verfügung, wenn Sri Lanka die Voraussetzungen für einen sinnvollen Einsatz der Mittel geschaffen hat - also Frieden. Erst wenn Frieden herrscht, werden auch im Exil lebende tamilische Geschäftsleute in der Heimat investieren.
Die zweite Verhandlungsrunde wird kein Zuckerschlecken - prophezeit Christoph Feyen:
" Man erwartet gemeinhin, dass diese zweite Runde von Verhandlungen wahrscheinlich schwieriger werden wird als die erste Runde. In der ersten Runde hat man auch viel vertrauensbildende Maßnahmen gesehen. Man hat gemerkt, dass die Gespräche an sich überhaupt funktionierten. Aber man kommt jetzt natürlich in dieser zweiten Runde von Verhandlungen an die Kernfragen ran. Und die werden sehr viel schwieriger zu verhandeln. Es wird viel schwieriger sein, konkrete Verhandlungsergebnisse zutage zu fördern, die dann auch gut zu verkaufen sind."
Solche Ergebnisse sind wichtig für die Regierung, deren parlamentarische Mehrheit auf äußerst wackligen Füßen steht; sie sind noch wichtiger für die "Tamil Tigers", bei denen, nach drei Jahren Waffenstillstand ohne vorzeigbare Ergebnisse, lange überdeckte Konflikte zutage treten - die alte Rivalität zwischen den Tamilen im Norden und denen im Osten zum Beispiel, die zur Abspaltung der so genannten Karuna-Fraktion beitrug. "So wie bisher kann die LTTE nicht weitermachen", sagt Politikwissenschaftler Bala Krishnan, Direktor der kleinen "Stiftung für Koexistenz" in Colombo:
" Eine Guerilla-Bewegung muss vor allem die Moral ihrer Kader hoch halten. Sie muss entweder immer weiter kämpfen oder ihrer Klientel konkrete Ergebnisse vorweisen. Andernfalls erodiert der Bewegung unweigerlich die Basis - wie es bei der LTTE jetzt geschieht. - "Es gibt keinen Waffenstillstand ohne Verhandlungsfortschritte", hat der amerikanische Botschafter letzte Woche gesagt. "Der Waffenstillstand ist ein Fahrrad. Sie müssen sich bewegen, oder das Fahrrad kippt um. Die Geschwindigkeit mag vom Straßenzustand abhängen oder von ihrer Kondition; sie mögen dahinrasen wie bei der "Tour de France" oder sich Meter um Meter vorwärts quälen. Hauptsache, sie bewegen sich. Nur dann bleiben Sie im Sattel."
Immer am 26. eines Monats beten in einem Dorf nahe Galle im Süden Sri Lankas buddhistische Mönche eine Nacht lang für die Opfer. Allzu oft haben sie auch für die Opfer von Terroranschlägen der "Tamil Tigers" beten müssen - sagt in Colombo Sarath Lokuliyana, ein singhalesischer Geschäftsmann, der eine kleine Autovermietung betreibt. Lokuliyana hält nichts von Verhandlungen mit der LTTE:
" Über viele Jahre haben die "Tamil Tigers" diesem Land schlimmste Zerstörungen zugefügt. Sie haben die nationale Ölreserve in die Luft gejagt, den Flughafen, die Zentralbank. Wundern Sie sich da, dass wir bis heute Angst haben vor der LTTE, die sich übrigens nie losgesagt hat vom Terrorismus?"
Eher optimistisch zeigt sich der tamilische Politologe Bala Krishnan. Er glaubt nicht, dass LTTE-Chef Prabhakaran nach der Machtübernahme im Norden und Osten eine Diktatur errichten wird, dass er die Muslime dort so diskriminieren wird, wie die Tamilen von den Singhalesen diskriminiert wurden. Bala Krishnan ist davon überzeugt, dass sich Prabhakaran - nolens, volens - in die höchst unvollkommene Demokratie Sri Lankas einfügen wird.
" Ich halte eine Demokratisierung der LTTE für machbar. Schon jetzt schickt die Organisation politische Kader in den Westen, wo sie sich mit demokratischer Verwaltung, Dezentralisierung und Bürgerrechten beschäftigen. In Kilinochi wurde jüngst ein politisches College eröffnet. - Zu diesen bislang begrenzten Anstrengungen kommt der Einfluss tamilischer Intellektueller - die teils seit Jahrzehnten in Politik und Verwaltung dieses Landes eingebunden sind, teils aus der Diaspora in die LTTE hinein wirken. All diese Kräfte werden die ohnehin unausweichliche Demokratisierung der Organisation sicherstellen. Die LTTE muss sich - ob sie es will oder nicht - ins demokratische System Sri Lankas integrieren."
Die Saat für einen ethnischen Konflikt zwischen Singhalesen und Tamilen legten britische Missionare. Ihr Bildungsangebot nahmen vor allem Tamilen wahr, während Singhalesen weiter buddhistische Klosterschulen besuchten. In der Konsequenz besetzte die Kolonialverwaltung überproportional viele Jobs mit Tamilen - sehr zum Verdruss der Singhalesen, die nach dem Abzug der Briten 1948 die Diskriminierung umkehrten:
1956 erklärte Staatschef Bandaranaike Singhalesisch zur alleinigen Amtssprache, 1972 seine Frau und Nachfolgerin den Buddhismus zur Staatsreligion. Der Zugang von Tamilen zu den Hochschulen wurde drastisch erschwert, in den Staatsdienst kamen fast nur noch Singhalesen.
Woraus einige junge Tamilen eine für sie logische Konsequenz zogen. Sie entschieden sich für den Separatismus. 1975 gründete der damals 20jährige Bauernsohn Velupillai Prabhakaran die "Befreiungstiger von Tamil Eelam", LTTE. Das Ziel: ein unabhängiger Staat der Jaffna-Tamilen im Norden und Osten Sri Lankas. Neben der offenen Feldschlacht setzten die "Tamil Tigers" den Terror als Waffe ein. Für Geld und Waffen sorgten Tamilen in der deutschen, französischen oder kanadischen Diaspora.
" Wir tranken gerade Tee, als der Tsunami kam und uns fortspülte - meinen Mann, unsere beiden Kinder und mich. Wie durch ein Wunder überlebten wir; und Tage später kamen wir zurück zu dem, was einmal unser Haus war. Wir fanden nur noch Geröll; und unser Boot war weg. - Seit Anfang Januar leben wir jetzt in diesem Zelt. Jede Woche stehen wir Schlange für Reis, Mehl und Zucker, wofür uns die Regierung diese roten Gutscheine gegeben hat. - Wie es weitergeht, wissen wir nicht. So gern würden mein Mann und ich irgendetwas arbeiten. Stattdessen hocken wir in der Hitze herum, bekommen Fieber, Kopfschmerzen und Durchfall."
Resigniert deutet die junge Tamilin im blau-rot geblümten Sari auf ihre Unterkunft: Kleider an Zeltstangen, ein paar Decken und Matten, etwas Kochgeschirr - in das böiger Wind immer wieder Sand weht. Mit Hunderten weiterer Tsunami-Opfer lebt Maria Busbop in einer Siedlung olivgrüner Armeezelte entlang der löchrigen Straße, die von Trincomale im Nordosten Sri Lankas gen Norden führt. Menschen ohne Perspektive.
Dabei kann sich M. D. Rodrigo, seines Zeichens "government agent", lokaler Vertreter der Zentralregierung, gar nicht retten vor Hilfsangeboten. Als Rodrigo heute seine schmucke Dienstvilla im einst von Portugiesen angelegten "Fort Frederic" betritt, kommt er gerade von einer Konferenz. Die Vertreter von 40 Hilfsorganisationen haben sich, wie später zu erfahren ist - förmlich darum geprügelt, irgendwo Behelfsunterkünfte aufstellen zu dürfen.
Zu diesen Hilfsorganisationen zählt auch die größte Sri Lankas - die "Tamil Relief Organization", TRO - die mit den tamilischen Rebellen, kurz LTTE, kooperiert, mit den so genannten "Tamil Tigers". - "Der Krieg hält uns nicht ab von konkreter Zusammenarbeit zugunsten Not leidender Menschen", sagt der schmächtig und kurzatmig wirkende, gleichwohl engagiert gestikulierende "government agent".
" Vom ersten Tag an haben wir mit den Institutionen der LTTE eng zusammengearbeitet. Immer wieder sitzen deren politische Führer hier in meinem Büro, sprechen mit mir über die Verteilung von Nahrungsmitteln, über den Bau von Unterkünften. Dieser Dialog funktioniert hervorragend. Schauen Sie auf dieses Protokoll. Da hat heute der Chef des LTTE-Exekutivkomitees unterschrieben."
Trincomale - ein Gewirr enger, mit ein-, zweistöckigen Ziegelbauten bestandener Straßen, Hunderte kleinster Läden, die Gemüse verkaufen, Armbanduhren, Wasserhähne, Saris. Dazwischen kleine Hindu-Tempel - jedes Dach ein dicht bevölkerter, bunter Pantheon. In der Ferne die Silos der Weizenmühle, des - neben einer Zementfabrik - einzigen Industriebetriebs in der wirtschaftlich am Boden liegende Stadt.
Schließlich, in einem Flachbau, das Büro der TRO. Trichelam Kiribukara, der junge Distriktschef, ist auf die Deutschen gut zu sprechen. Während Briten und Amerikaner jeden Kontakt mit den bei ihnen als "Terroristen" registrierten "Tamil Tigers" meiden, hat die "Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit", GTZ, keine Probleme, zusammen mit der TRO Tsunami- und Kriegsopfern zu helfen. Die Kooperation mit "government agent" Rodrigo sieht Kiribukara weniger rosig als Rodrigo selbst:
" Im Moment konzentriert sich die TRO darauf, provisorische Unterkünfte zu bauen - hier in Trincomale, aber auch in von den "Tamil Tigers" kontrollierten Gebieten. Ein Problem ist, dass uns die Regierungsbürokratie immer wieder Knüppel zwischen die Beine wirft. Bis heute hat sie uns kein Land zugewiesen, auf dem wir tausend Unterkünfte hier in Trincomale bauen dürfen; und auch, wie groß und aus welchem Material die Unterkünfte sein dürfen, hat uns der "Government Agent" noch nicht mitgeteilt."
Nach 22 Jahren Krieg kontrolliert die LTTE, von der Halbinsel Jaffna und größeren Städten abgesehen, den größeren Teil des srilankischen Nordens und einen kleineren des Ostens - Teile einer Region, die der Krieg wirtschaftlich auf den Stand der 40er Jahre zurückgeworfen hat.
Der Frontverlauf wurde am 22. Februar 2002 eingefroren in einem von Norwegen vermittelten Waffenstillstandsabkommen - in einem Abkommen, das bis heute 5.000 mal gebrochen wurde - meist, so norwegische Beobachter, von den "Tamil Tigers". Diese rekrutieren überdies weiterhin Kindersoldaten; weit über tausend waren es 2004.
Dass zwar beide Seiten mehr denn je aufrüsten, es aber bislang nicht zu einer neuen großen Feldschlacht kam, schreibt sich vor allem Generalmajor Kottegoda auf die Fahnen, der Oberbefehlshaber der srilankischen Streitkräfte.
" Der Waffenstillstand war eine neue Herausforderung für unsere Truppen, die sie - glaube ich - gut bewältigt haben. Unsere Soldaten haben verstanden, dass wir zu einer dauerhaften Lösung dieses Konflikts kommen müssen. Sie haben auf Provokationen extrem zurückhaltend reagiert und bisweilen sogar Erniedrigungen durch die andere Seite hingenommen - ein Ergebnis unserer guten Ausbildung. Und ich versichere Ihnen, dass wir, in der gleichen Weise wie bisher, unserer Regierung den Rücken freihalten werden, wenn die Friedensverhandlungen wieder beginnen und hoffentlich zu einem guten Ergebnis führen."
Der Generalmajor leugnet nicht, dass seine Untergebenen bis tief in die 90er Jahre tamilische Zivilisten terrorisiert haben. Durch Erziehungsmaßnahmen jedoch sei es inzwischen gelungen, in den Soldaten Respekt vor der Zivilbevölkerung zu verankern; die Übergriffe seien abgestellt.
Eine Einschätzung, die unabhängige Beobachter weitgehend bestätigen. - Vorgeworfen wird der Armee jedoch, dass sie bis heute paramilitärische Tamilen-Organisationen, die ihrerseits die LTTE bekämpfen, unterstützt - zum Beispiel die Gruppierung des früheren LTTE-Kommandanten Karuna, der sich im März 2004 von den "Tamil Tigers" abspaltete.
Auch für den Mord an Karunas Nachfolger Kousalyan sei das Militär verantwortlich, behauptet mit blitzenden Augen Nadarajah Raviraj, Parlamentsabgeordneter der LTTE-nahen "Tamil National Alliance", TNA. Der Kommandant der Ostregion wurde am 7. Februar dieses Jahres nahe der Stadt Polonnaruwa von Unbekannten erschossen.
" In jener Gegend gibt es alle zehn Kilometer einen Stützpunkt der Armee mit mehreren Checkpoints. Jeder, der vorbeikommt, muss dort einen Bodycheck über sich ergehen lassen; alle Autos werden mit Hilfe von Hunden durchsucht, Details über Fahrzeug und Passagiere genau registriert. - Und ausgerechnet in dieser Hochsicherheitszone, zwischen zwei großen Armee-Stützpunkten, kam es zu dem Mord an Kousalyan. - Wer, glauben Sie, trägt für diesen Mord wohl die Verantwortung?"
Die Verantwortung für das Scheitern aller bisherigen Friedensverhandlungen schieben sich beide Seiten gegenseitig in die Schuhe. Nachdem man Anfang 2003 ein, so wörtlich, "friedliches Zusammenleben auf der Basis einer föderalen Struktur innerhalb eines geeinten Sri Lanka" vereinbart hatte, wurden die Verhandlungen im März 2003 vorläufig abgebrochen.
Im Dezember desselben Jahres löste Präsidentin Chandrika Kumaratunga das Parlament auf; bei Neuwahlen im April 2004 wurde die vergleichsweise kompromissbereite Regierung der "United National Party" von einer singhalesisch-nationalistischen Koalition abgelöst - bestehend aus Kumaratungas "People's Alliance" und der JVP.
Die ursprünglich marxistische JVP vertritt jene stets protestbereiten Wähler der singhalesischen Unter- und Mittelschicht, die in der Angst leben, die Tamilen könnten ihnen die Butter vom Brot nehmen. - Kein Wunder, dass zuletzt das Klima zwischen den Kriegsgegnern derart eisig geworden war, dass Beobachter einen erneuten Kriegsausbruch befürchteten.
Der Tsunami brachte die Kriegstreiber auf beiden Seiten vorläufig zum Schweigen. Und es gedeihen einmal mehr jene flächendeckenden Arbeitsbeziehungen, die LTTE und Regierung seit langem unterhalten. So funktionieren in den von den "Tamil Tigers" kontrollierten Gebieten administrative Doppelstrukturen: Die von Colombo betriebenen Behörden, Schulen und Gesundheitsdienste empfangen ihre Weisungen von LTTE-Kadern - erklärt Christoph Feyen von der deutschen GTZ:
" Man spricht halt nicht nur am offiziellen Verhandlungstisch unter Beisein von Medien, sondern man spricht auch auf der ganz praktischen Ebene. Und es gibt viele Arrangements, die verblüffend gut laufen seit mittlerweile drei Jahren, seit dem Waffenstillstand. Es gibt Gespräche zwischen LTTE-Kadern und Armee über viele kleine Arrangements, wo man sich bemüht, den Waffenstillstand nicht zu verletzen."
Im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit für den Frieden fördert die GTZ die Verständigung zwischen den Kriegsparteien auf zwei Ebenen: Erstens bekämpft sie - unter Singhalesen wie Tamilen - die Armut, baut zum Beispiel Häuser für Tsunami-Opfer oder bildet Fischer aus; zweitens bringt die GTZ einflussreiche Vertreter aller ethnischen wie politischen Gruppen zu Gesprächen zusammen. "Sie sollen lernen, wie die anderen ticken", sagt Feyen.
Ganz ähnlich operiert im Prinzip die kleine, aber sozial höchst aktive katholische Kirche Sri Lankas. In Batticaloa an der Ostküste etwa baut die karitative Organisation EHED Obdachlosen neue Unterkünfte und betreut traumatisierte Kinder. Hinzu kommt, unterstützt vom deutschen Hilfswerk "Misereor", Versöhnungsarbeit - um die sich vor allem EHED-Chef Father Sritharan Sylvester kümmert, ein wie aufgedreht wirkender Priester, der meist mit wehender weißer Soutane unterwegs ist.
" In jedem Dorf haben wir Gesprächsgruppen aufgebaut - unter Kindern und Jugendlichen, unter Älteren. In den Gruppen sprechen wir über Sorgen des Alltags und religiöse Gefühle, über Probleme mit den Nachbarn. Darüber hinaus thematisieren wir das Verhältnis zwischen den Ethnien - was nicht immer einfach ist. Viele hier haben nämlich schlimme Erlebnisse hinter sich; manche haben durch den Krieg ihre ganze Familie verloren. Immer wieder haben wir es mit schwärenden Wunden zu tun, die nur sehr schwer zu heilen sind."
In der hohen Politik Sri Lankas stellt sich derweil die Frage, wie der vor zwei Jahren unterbrochene Verhandlungsprozess wieder in Gang kommen kann. Im Moment stehen sich beide Seiten mit einander ausschließenden Bedingungen gegenüber:
Die LTTE will zunächst nur über eine vorläufige Selbstverwaltung im Norden und Osten verhandeln. Erst wenn die steht, will man Details eines endgültigen Friedens erörtern.
Die Regierung lehnt diese Position ab; sie fürchtet, eine der LTTE einfach so zugestandene Selbstverwaltung könne sich zu einem de facto eigenen Staat verselbständigen. Deshalb will die Regierung vor der Selbstverwaltung auch die Eckdaten einer endgültigen föderalen Gestalt Sri Lankas festgelegt wissen.
GTZ-Mann Christoph Feyen glaubt, dass trotz der gegensätzlichen Positionen neue Friedensgespräche noch dieses Jahr beginnen werden. Dies insbesondere wegen des hohen politischen und wirtschaftlichen Drucks von außen: Mehrere Milliarden Euro Wiederaufbauhilfe stellt die internationale Gemeinschaft erst dann zur Verfügung, wenn Sri Lanka die Voraussetzungen für einen sinnvollen Einsatz der Mittel geschaffen hat - also Frieden. Erst wenn Frieden herrscht, werden auch im Exil lebende tamilische Geschäftsleute in der Heimat investieren.
Die zweite Verhandlungsrunde wird kein Zuckerschlecken - prophezeit Christoph Feyen:
" Man erwartet gemeinhin, dass diese zweite Runde von Verhandlungen wahrscheinlich schwieriger werden wird als die erste Runde. In der ersten Runde hat man auch viel vertrauensbildende Maßnahmen gesehen. Man hat gemerkt, dass die Gespräche an sich überhaupt funktionierten. Aber man kommt jetzt natürlich in dieser zweiten Runde von Verhandlungen an die Kernfragen ran. Und die werden sehr viel schwieriger zu verhandeln. Es wird viel schwieriger sein, konkrete Verhandlungsergebnisse zutage zu fördern, die dann auch gut zu verkaufen sind."
Solche Ergebnisse sind wichtig für die Regierung, deren parlamentarische Mehrheit auf äußerst wackligen Füßen steht; sie sind noch wichtiger für die "Tamil Tigers", bei denen, nach drei Jahren Waffenstillstand ohne vorzeigbare Ergebnisse, lange überdeckte Konflikte zutage treten - die alte Rivalität zwischen den Tamilen im Norden und denen im Osten zum Beispiel, die zur Abspaltung der so genannten Karuna-Fraktion beitrug. "So wie bisher kann die LTTE nicht weitermachen", sagt Politikwissenschaftler Bala Krishnan, Direktor der kleinen "Stiftung für Koexistenz" in Colombo:
" Eine Guerilla-Bewegung muss vor allem die Moral ihrer Kader hoch halten. Sie muss entweder immer weiter kämpfen oder ihrer Klientel konkrete Ergebnisse vorweisen. Andernfalls erodiert der Bewegung unweigerlich die Basis - wie es bei der LTTE jetzt geschieht. - "Es gibt keinen Waffenstillstand ohne Verhandlungsfortschritte", hat der amerikanische Botschafter letzte Woche gesagt. "Der Waffenstillstand ist ein Fahrrad. Sie müssen sich bewegen, oder das Fahrrad kippt um. Die Geschwindigkeit mag vom Straßenzustand abhängen oder von ihrer Kondition; sie mögen dahinrasen wie bei der "Tour de France" oder sich Meter um Meter vorwärts quälen. Hauptsache, sie bewegen sich. Nur dann bleiben Sie im Sattel."
Immer am 26. eines Monats beten in einem Dorf nahe Galle im Süden Sri Lankas buddhistische Mönche eine Nacht lang für die Opfer. Allzu oft haben sie auch für die Opfer von Terroranschlägen der "Tamil Tigers" beten müssen - sagt in Colombo Sarath Lokuliyana, ein singhalesischer Geschäftsmann, der eine kleine Autovermietung betreibt. Lokuliyana hält nichts von Verhandlungen mit der LTTE:
" Über viele Jahre haben die "Tamil Tigers" diesem Land schlimmste Zerstörungen zugefügt. Sie haben die nationale Ölreserve in die Luft gejagt, den Flughafen, die Zentralbank. Wundern Sie sich da, dass wir bis heute Angst haben vor der LTTE, die sich übrigens nie losgesagt hat vom Terrorismus?"
Eher optimistisch zeigt sich der tamilische Politologe Bala Krishnan. Er glaubt nicht, dass LTTE-Chef Prabhakaran nach der Machtübernahme im Norden und Osten eine Diktatur errichten wird, dass er die Muslime dort so diskriminieren wird, wie die Tamilen von den Singhalesen diskriminiert wurden. Bala Krishnan ist davon überzeugt, dass sich Prabhakaran - nolens, volens - in die höchst unvollkommene Demokratie Sri Lankas einfügen wird.
" Ich halte eine Demokratisierung der LTTE für machbar. Schon jetzt schickt die Organisation politische Kader in den Westen, wo sie sich mit demokratischer Verwaltung, Dezentralisierung und Bürgerrechten beschäftigen. In Kilinochi wurde jüngst ein politisches College eröffnet. - Zu diesen bislang begrenzten Anstrengungen kommt der Einfluss tamilischer Intellektueller - die teils seit Jahrzehnten in Politik und Verwaltung dieses Landes eingebunden sind, teils aus der Diaspora in die LTTE hinein wirken. All diese Kräfte werden die ohnehin unausweichliche Demokratisierung der Organisation sicherstellen. Die LTTE muss sich - ob sie es will oder nicht - ins demokratische System Sri Lankas integrieren."