Köln
Stolperstein-Erfinder Gunter Demnig mit Karl-Küpper-Preis ausgezeichnet

Die sogenannten Stolpersteine erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus. Sie sind viereckige Gedenktafeln aus Messing, die in Gehwege eingefügt werden. In Köln ist der Künstler und Stolperstein-Erfinder Gunter Demnig nun mit dem Karl-Küpper-Preis 2024 ausgezeichnet worden.

    Der Künstler und Stolperstein-Erfinder Gunter Demnig verlegt eine Stolperschwelle zum Gedenken an verfolgte Homosexuelle in Bochum.
    Demnig verlegt eine Stolperschwelle zum Gedenken an verfolgte Homosexuelle in Bochum. (imago images / Funke Foto Services / Jürgen Theobald)
    Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ehre sein herausragendes Engagement und seine Zivilcourage für eine vielfältige Stadtgesellschaft sowie seinen steten Einsatz, die Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus lebendig zu halten, erklärte die Stadt Köln zur Begründung. Demnig hatte die erste Gedenktafel 1992 vor dem Kölner Rathaus verlegt. Die Steine erinnern in 1.200 deutschen Kommunen und weiteren 30 Ländern an NS-Opfer vor deren früherem Wohn- oder Wirkungsort: Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, an Menschen mit Behinderung und politisch oder religiös Verfolgte. Die Stolpersteine gelten als das größte dezentrale Mahnmal der Welt.
    Der Preis war vor vier Jahren zum 50. Todestag des Karnevalisten Karl Küpper im Gedenken an sein couragiertes Engagement gegen den Nationalsozialismus ins Leben gerufen worden.
    Diese Nachricht wurde am 08.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.