
Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen fordern die Abhängigkeiten von Drittstaaten bei der Herstellung von Medikamenten zu reduzieren. Dafür müsse die pharmazeutische Produktion in Deutschland gestärkt werden - auch mit wirtschaftspolitischen Maßnahmen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Gesundheits- und Wirtschaftsminister. Erste Schritte seien zwar gemacht worden, das reiche aber nicht. Es sei absehbar, dass sich die Versorgungssituation ohne zusätzliche Maßnahmen weiter verschlechtern werde.
Bayerns Gesundheitsminister Holetschek hatte zu dem Treffen eingeladen. Im Vorfeld gab es Streit wegen der Causa Aiwanger. Baden-Württembergs Ressortchef Lucha, Grüne, kritisierte seinen rheinland-pfälzischen Amtskollegen, Hoch, der seine Teilnahme abgesagt hatte. Die Entscheidung seines SPD-Kollegen sei überzogen, sagte Lucha im SWR-Hörfunk. Hoch hatte den Umgang der bayerischen Landesregierung aus CSU und "Freie Wähler" mit der Flugblatt-Affäre bemängelt.
Diese Nachricht wurde am 11.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.