Putin zog zudem ein überaus positives Bild des Syrien-Engagements der drei Staaten. Sie hätten eine humanitäre Katastrophe abgewendet und verhindert, dass Syrien zerfallen und von internationalen Terroristen überrannt worden sei. Die großangelegten Kämpfe gegen Milizen in Syrien gingen ihrem Ende entgegen.
Das Dreierformat werde dabei helfen, eine Friedensvereinbarung voranzutreiben. Ähnlich optimistisch äußerte sich Ruhani. Er erklärte, die geflüchteten Syrer könnten schon bald in ihr Land zurückkehren.
Forderung nach Gefangenenaustausch
In einer gemeinsamen Erklärung teilten die drei Präsidenten mit, dass alle Seiten in dem Konflikt jegliche Gefangenen und Geiseln freilassen, Leichen überstellen und nach Vermissten suchen müssten.
Der Iran und die Türkei unterstützen nach den Worten Putins zudem dessen Vorschlag der Einberufung eines syrischen Volkskongresses. Dieser solle einer der ersten Schritte für einen umfassenden Dialog in dem Bürgerkriegsland sein, sagte der russische Staatschef. Der Kongress solle im Badeort Sotschi stattfinden. Erdogan bekräftigte, dass "Terrorgruppen" vom Friedensprozess ausgeschlossen werden müssten. Damit meint er kurdische Organisationen.
Putin: Assad hat Verfassungsreformen versprochen
Russland und der Iran unterstützen im syrischen Bürgerkrieg Präsident Assad, die Türkei dessen Gegner. Die drei Länder hatten Anfang des Jahres eine Waffenruhe in verschiedenen Teilen Syriens vereinbart.
Putin hatte sich am Montag bereits mit Assad in Sotschi getroffen. Dabei habe er sicherstellen wollen, dass Assad möglichen Friedensinitiativen zustimmen wird, die Putin dann mit Erdogan und Ruhani vereinbaren könnte, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Putin selbst hob hervor, dass Assad Verfassungsreformen sowie eine Wahl unter UNO-Aufsicht versprochen habe.
(mg/hba)