
Durch Lecks an einem Toilettenschlauch der Dragon-Kapsel, mit der im September "Touristen" ins All flogen, war Urin ausgetreten und hatte sich hinter Metallabdeckungen verteilt, allerdings ohne Schaden anzurichten. Zu dem Zeitpunkt war eine Dragon-Kapsel mit baugleicher Toilette an Bord der ISS angedockt.
Aus Sicherheitsgründen durfte die vierköpfige Besatzung beim Rückflug zur Erde Anfang November die Toilette nicht benutzen. Sie trug – wie es offiziell bei der NASA hieß – „flüssigkeitsabsorbierende Unterwäsche“, auf gut Deutsch: Windeln.
Beim Start von Matthias Maurer und seiner Besatzung zwei Tage später war der Toilettenschlauch notdürftig repariert. Das stille Örtchen in der Dragon ist für 48 Benutzungen freigegeben – Hin- und Rückflug zusammen genommen. Das sollte trotzdem reichen.
Der Astronaut aus dem Saarland kann mit dem Helden-Gehabe seines Berufes wenig anfangen und kommt gerne herzerfrischend auf die menschlichen Seiten der Raumfahrt zu sprechen. So verkündete er fröhlich, dass sich Astronauten einige Stunden vor dem Start einen Einlauf verpassen, um den Darm zu entleeren. Das sei ganz wichtig, um ein bisschen entspannter zu fliegen.
Ob der andauernden Ausscheidungsprobleme rund um die Raumstation meinten Spötter bereits, für Maurers Mission „Cosmic Kiss“ wäre im Namen statt des Buchstabens K ein P deutlich passender gewesen.