
Details nannte Trump während seiner Pressekonferenz mit Israels Ministerpräsident Netanjahu nicht. - Im Gazastreifen leben zwei Millionen Menschen. Auf die Frage, ob die USA Truppen einsetzen würden, sagte Trump, man werde tun, was nötig sei. Zu den Palästinensern erklärte er, sie könnten von Nachbarstaaten dauerhaft aufgenommen werden. Netanjahu sagte - ohne den Vorschlag ausdrücklich gutzuheißen -, Trump bringe frische Ideen ein und sei bereit, mit konventionellen Denkmustern zu brechen. Aus dem ultrarechten Lager in Israel kam Zustimmung. Der frühere Minister für nationale Sicherheit, Ben Gvir, sagte, das sei die einzige Lösung.
In arabischen Ländern und international waren die Reaktionen dagegen ablehnend und verblüfft. Die Nachbarländer Ägypten und Jordanien wiesen die Pläne zurück, ebenso Saudi-Arabien, China, Russland und die Türkei. Das französische Außenministerium erklärte, eine Zwangsumsiedlung der Bevölkerung wäre eine schwere Verletzung des Völkerrechts. Der britische Außenminister Lammy sagte, die Palästinenser sollten eine Zukunft in ihrer Heimat haben. Ähnlich äußerte sich auch der spanische Außenminister Albares.
Vertreter der Hamas sprachen von Vertreibung und nannten die Pläne rassistisch. Amnesty International erklärte, die Entfernung aller Palästinenser aus dem Gazastreifen komme ihrer Vernichtung als Volk gleich.
Diese Nachricht wurde am 05.02.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.