Nach Berichten über Imamoglu-Festnahme
Türkische Medienaufsicht verhängt Strafen gegen mehrere Fernsehsender

In der Türkei hat die staatliche Medienaufsicht RTÜK mehrere Sender wegen Berichten über die Festnahme des Istanbuler Bürgermeisters Imamoglu bestraft. Die Sender wurden mit Bußgeldern belegt, zwei müssen zusätzlich ihr Programm aussetzen.

    Auf einem Transparent ist das Foto des türkischen Oppositionspolitikers Ekrem Imamoglu von der CHP zu sehen.
    Istanbuls Oberbürgermeister Ekrem Imamoglu wurde festgenommen. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Emrah Gurel)
    Der Oppositionspolitiker Tasci, der wie Imamoglu der Partei CHP angehört, kritisierte die Entscheidung. Es scheine, dass der Präsident von RTÜK den Medien den Krieg erklärte habe, schrieb Tasci auf der Internetplattform X. Tasci ist Mitglied der Medienaufsicht, in dem Gremium haben regierungsnahe Vertreter jedoch eine Mehrheit.
    Laut der Organisation Reporter ohne Grenzen ist die Pressefreiheit in der Türkei stark eingeschränkt. Die pluralistische Medienlandschaft stehe fast vollständig unter Kontrolle der Regierung oder regierungsnaher Geschäftsleute.

    Weiterführende Informationen

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    Diese Nachricht wurde am 21.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.