Nach Festnahme von Imamoglu
Türkische Polizei geht massiv gegen Demonstranten vor

Die türkische Polizei ist mit Gummigeschossen und Tränengas gegen Anhänger des festgenommenen Oppositionspolitikers Imamoglu vorgegangen.

    Demonstranten und Polizisten in robuster Montur stehen einander auf einem nächtlichen Platz gegenüber.
    Anhänger des festgenommenen Istanbuler Bürgermeisters Ekrem Imamoglu fordern seine Freilassung. Die Polizei setzte Gummigeschosse und Tränengas gegen die verbotene Kundgebung ein. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Emrah Gurel)
    Trotz eines Demonstrationsverbots versammelten sich tausende Menschen vor dem Rathaus von Istanbul. Mittlerweile verhängten weitere Städte ein Demostrationsverbot. In der Hauptstadt Ankara und der Metropole Izmir gilt für fünf Tage eine Demonstrations- und Versammlungssperre, wie das Gouverneursamt mitteilte.
    Der Parteichef von Imamoglus Partei CHP, Özel, warf Präsident Erdogan vor, dieser habe seinen aussichtsreichsten Rivalen aus dem Weg räumen wollen. Imamoglu sollte am Wochenende zum Präsidentschaftskandidaten der CHP gekürt werden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 54-Jährigen vor, Anführer einer kriminellen Organisation zu sein und Terrorismus unterstützt zu haben.

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    Diese Nachricht wurde am 21.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.