Bericht über Koalitionsverhandlungen
Union und SPD noch uneins bei Wehrpflicht und Verteidigungsausgaben

Union und SPD haben sich in ihren Koalitionsgesprächen nach Presseinformationen noch nicht auf Details der künftigen Verteidigungspolitik einigen können. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet über Differenzen unter Berufung auf Arbeitsgruppen-Ergebnisse.

    Eine Gruppe von Soldaten der Deutschen Bundeswehr in Tarnuniformen stehen in Formation mit Gewehr bewaffnet bei einem Appell.
    Die Diskussion über die ausgesetzte Wehrpflicht ist einmal mehr entbrannt. (picture alliance / CHROMORANGE / Michael Bihlmayer)
    Demnach plädieren CDU und CSU für eine Wiedereinsetzung der Wehrpflicht. So gebiete die massive Bedrohungslage eine glaubwürdige Abschreckung. Die SPD hingegen wolle zwar die Voraussetzungen für eine Wehrerfassung und -überwachung schaffen. Dennoch solle es beim Prinzip der Freiwilligkeit bleiben. Differenzen bestehen demnach auch bei den Verteidigungsausgaben. Während die Union eine Anhebung auf 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung fordere, wolle die SPD das konkrete Ziel offenlassen.
    Die Ergebnisse stellen lediglich den Zwischenstand der Arbeitsgruppen dar. Sie werden nun auf höherer Ebene weiter erörtert.
    Diese Nachricht wurde am 26.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.