Weltwetterorganisation
UNO macht 2025 zum Jahr der Gletscher

Die Weltwetterorganisation hat das "Internationale Jahr der Erhaltung der Gletscher" ausgerufen. Dadurch soll der Fokus auf die Bedeutung der Gletscher für das Klima gerichtet werden.

    Grönland, Helheim Glacier: Zwei Männer sitzen auf einem Felsen mit Blick auf den Helheim-Gletscher.
    Am 21. März ist der "Weltgletschertag". (Felipe Dana / AP / dpa / Felipe Dana)
    Mit einem ”Weltgletschertag” am 21. März und vielen weiteren Veranstaltungen und Aktionen soll weltweit aufmerksam gemacht werden auf das schwindende, eigentlich "ewige Eis".
    Rund 275.000 Gletscher gibt es weltweit. Mehr als zwei Milliarden Menschen sind darauf angewiesen, dass Schmelzwasser aus Gletschern Flüsse und Seen nährt - für Trinkwasser, für die Landwirtschaft, die Industrie oder die Herstellung nachhaltiger Energie, wie Gletscherforscher John Pomeroy von der kanadischen Universität Saskatchewan betont.

    Größte Gefahr: der Klimawandel

    Forscherinnen und Forscher lassen keine Zweifel an der Hauptursache für den Schwund: Es ist der Klimawandel. Nur, wenn die menschengemachten Treibhausgase reduziert und der Klimawandel begrenzt werde, könnten Gletscher gerettet werden.
    Zudem trägt die Schmelze den Angaben zufolge bereits etwa einen Millimeter pro Jahr zum Anstieg des Meeresspiegels bei. Wenn alle Gletscher geschmolzen wären, würde der Anstieg 32 Zentimeter betragen, sagte Isabelle Gärtner-Roer vom Gletscher-Monitoring-Dienst der Universität Zürich. Maßnahmen wie das teure Abdecken von Gletschern mit Planen, um sie vor der Sonne zu schützen, könnten begrenzt helfen, wenn etwa eine bestimmte Skipiste geschützt werden solle. Global sei das aber keine Lösung zur Rettung der Gletscher.
    Diese Nachricht wurde am 22.01.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.