Griechenland
Untersuchungsbericht: Menschliches Versagen für Zugunglück 2023 mit fast 60 Toten verantwortlich

Zwei Jahre nach dem schweren Zugunglück in Griechenland mit fast 60 Toten hat ein Untersuchungsbericht menschliches Versagen als Hauptursache benannt.

    Kerzen, Blumen und Fotos als Zeichen der Trauer am Bahndamm bei Tempi, Griechenland, wo das Zugunglück 2023 stattfand.
    Zugunglück mit 57 Toten in Tempi, Griechenland (picture alliance/ANE/Eurokinissi/Leonidas Tzeka)
    Die zuständige Ermittlungsbehörde erklärte, durch den Umleitungsfehler eines Bahnhofsmitarbeiters sei der Passagierzug auf dasselbe Gleis wie ein entgegenkommender Güterzug geraten. Der Bericht verweist zudem auf das veraltete Schienensystem, bei dem automatisierte Sicherheitskontrollen fehlten. Es sei zu lange nicht ausreichend in die griechische Bahn investiert worden.
    Bei dem Frontalzusammenstoß der beiden Züge in der Nähe der griechischen Stadt Larisa waren 57 Menschen getötet worden. Für den morgigen zweiten Jahrestag sind Massenproteste geplant. Viele Griechen sind verärgert, weil sich die juristische Untersuchung zu dem Unglück in die Länge zieht.
    Diese Nachricht wurde am 27.02.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.