Neu-Delhi
US-Vizepräsident Vance trifft indischen Premierminister Modi

US-Vizepräsident Vance hält sich zu einem mehrtägigen Besuch in Indien auf. In der Hauptstadt Neu-Delhi wurde er mit militärischen Ehren empfangen. Dort war ein Treffen mit dem indischen Premierminister Modi angesetzt. Im Mittelpunkt dürfte der von US-Präsident Trump ausgelöste Zollkonflikt stehen.

    Das Foto zeigt US-Vizepräsident J.D. Vance bei seiner Ankunft in Indien. Er tritt am Ostermontag nach seiner Ankunft am Flughafen in Neu-Delhi aus dem Flugzeug.
    US-Vizepräsident Vance stattet Indien einen mehrtägigen Besuch ab. (dpa-news/Kenny Holston)
    Modi hatte sich bereits vor zwei Monaten mit US-Präsident Trump in Washington getroffen. Beide hatten damals unter anderem das Ziel ausgegeben, dass sich der Handel zwischen ihren Ländern bis 2030 auf ein Volumen von insgesamt 500 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln soll. Modi hatte zudem signalisiert, dass Indien mehr Öl und Rüstungsgüter aus den USA beziehen wird.

    Zölle setzen Indien unter Druck

    Dennoch hat Trump Sonderzölle für indische Produkte von 26 Prozent erhoben, sie dann aber wieder wie bei fast allen Ländern für 90 Tage ausgesetzt. Für Indien sind die Handelsgespräche mit Vance besonders wichtig, weil die angedrohten Zölle es in den Bereichen Landwirtschaft, verarbeitete Lebensmittel, Autozubehör, hochwertige Maschinen, medizinische Geräte und Schmuck hart treffen könnte.
    Vance reist mit seiner Frau Usha Vance, die als Kind indischer Eltern in den USA geboren wurde, und den drei gemeinsamen Kindern. Weitere Stationen ihrer weitgehend privaten Indien-Reise sind die Städte Jaipur und Agra.
    Diese Nachricht wurde am 21.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.