Sie geht nach ihr unter und ist somit am abendlichen Westhimmel zu sehen.Die Venus kann sich von der Sonne nicht weiter entfernen, weil sie innerhalb der Erdbahn um unseren Stern kreist. Bei Planeten, die außerhalb der Erdbahn laufen, gibt es keine Einschränkung. Mars, Jupiter, Saturn und Co. können der Sonne am Himmel genau gegenüber stehen – dann beträgt der Winkelabstand 180 Grad.
Äußere Planeten können auch mitten in der Nacht am Himmel leuchten. Dagegen sind die inneren Planeten Merkur und Venus nur am Abend- oder Morgenhimmel zu beobachten. Dank des großen Winkelabstands geht die strahlende Venus in diesen Tagen erst mehr als vier Stunden nach der Sonne unter. Viel besser geht es nicht.
Ab morgen nimmt der Winkelabstand zwischen Sonne und Venus wieder ab; denn die Venus setzt auf der Innenbahn zum Überholen der Erde an. Am 3. Juni läuft sie zwischen Erde und Sonne hindurch – dann beträgt die Entfernung von der Sonne nur 0,2 Grad. Danach rückt der Planet nach rechts von der Sonne ab. Der größte Winkelabstand auf der anderen Seite wird am 13. August erreicht. In den kommenden Tagen hat die Venus aber erst einmal ihren ganz großen Auftritt am Abendhimmel – weit links außen von der Sonne.