
Statt nur zu flicken, würden die Strecken komplett erneuert, erklärte Wissing im DLF. Der Verkehrsminister zeigte sich zuversichtlich, dass die Sanierung gelingen kann. "Es ist gut vorbereitet, die Kapazitäten sind bei der Bauindustrie vorhanden, die Materialien sind da. Also es gibt keinen Grund, warum das nicht klappen sollte", betonte Wissing. Unter anderem die Bauindustrie hatte zuletzt Zweifel geäußert.
Verkehrsclub: Generalsanierung der Bahn reicht nicht aus
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hält die Generalsanierungen für einen Schritt in die richtige Richtung, aber nicht für ausreichend. Damit allein werde man nicht mehr Züge und auch kein besseres Schienennetz bekommen, sagte die VCD-Vorsitzende Haarmann. "Lediglich das sogenannte Grundstörungsniveau auf den hoch ausgelasteten Strecken wird erheblich gesenkt." Um das gesamte Netz für die Zukunft fit zu machen, müsse man auch die Schienenknoten in den großen Städten besser ausbauen und vor allem digitalisieren, verlangte Haarmann.
In den kommenden Jahren sollen gut 40 vielbefahrene Bahnstrecken saniert werden. Den Beginn macht die Riedbahn. Die stark frequentierte Verbindung Frankfurt-Mannheim wird ab heute Abend 23 Uhr für fünf Monate voll gesperrt. Bis Mitte Dezember sollen Gleise, Oberleitungen, Signale, Weichen, Brücken und Bahnhöfe modernisiert werden. Von morgen an wird auch die ICE-Schnelltrasse zwischen Köln und Frankfurt wegen Bauarbeiten für knapp vier Wochen gesperrt. Die Bahn hat Umleitungen eingerichtet.
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Diese Nachricht wurde am 15.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.