USA
Verteidigungsminister Pistorius und Amtskollege Hegseth unterzeichnen Rüstungsvereinbarung - Lob für Deutschland

Deutschland und die USA wollen bei Rüstungsprojekten enger zusammenarbeiten. Verteidigungsminister Pistorius unterzeichnete bei einem Besuch im Pentagon eine entsprechende Absichtserklärung. US-Minister Hegseth lobte Deutschlands Fortschritte bei der Stärkung der NATO.

    Boris Pistorius und Pete Hegseth stehen vor einer offenen Tür.
    Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) beginnt seine USA-Reise mit einem Treffen mit dem dortigen Ressortchef Pete Hegseth. (Kay Nietfeld / dpa)
    Die unterzeichnete Vereinbarung zielt darauf ab, den Bedarf an Waffen, Munition und Ausrüstung im NATO-Bündnis verstärkt auch aus deutscher Produktion zu decken. Ausgebaut werden sollen nach Worten von US-Verteidigungsminister Hegseth auch Wartungs- und Instandhaltungskapazitäten.
    Er sprach mit Blick auf die NATO von großen Fortschritten in Deutschland. Das Land nähere sich bei den Verteidigungsausgaben der Erfüllung der Fünf-Prozent-Verpflichtung an und gehe mit gutem Beispiel voran. Im vergangenen Jahr gab es aus Washington noch viel Kritik an der Bundesregierung.
    Pistorius bewertete das Gespräch im Pentagon als gut und ergänzte, es müssten noch Details zu einer bereits vereinbarten Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern an Deutschland geklärt werden. Am Donnerstag will der SPD-Politiker in Texas am Standort des Rüstungsunternehmens Lockheed Martin das erste der bestellten F-35-Kampfflugzeuge für die Bundeswehr in Empfang nehmen.

    Deutschland wichtigster US-Standort

    Deutschland ist mit aktuell etwa 38.000 Soldaten wichtigster US-Standort in Europa. Unter den großen Militäreinrichtungen sind die Air Base Ramstein, die Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels, das Militärkrankenhaus Landstuhl und regionale Hauptquartiere in Stuttgart und Wiesbaden.
    US-Präsident Trump hatte in diesem Jahr einen teilweisen Truppenabzug aus Deutschland angekündigt. Etwa 5.000 US-Soldatinnen und -Soldaten aus Deutschland könnten abgezogen werden. Weitere Erkenntnisse zum Zeitrahmen gebe es bisher nicht, sagte Pistorius.
    Diese Nachricht wurde am 16.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.