
In der Hauptstadt Ankara und der Metropole Izmir gilt für fünf Tage eine Demonstrations- und Versammlungssperre, wie das Gouverneursamt mitteilte. Zuvor war ein ähnliches Verbot bereits in Istanbul in Kraft getreten. Dennoch kam es dort auch heute wieder zu Protesten. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse ein, um Demonstranten daran zu hindern, auf den zentralen Taksim-Platz zu gelangen. Nach Angaben des Innenministeriums wurden bei den landesweiten Protesten bislang 53 Menschen festgenommen.
Der Istanbuler Bürgermeister Imamoglu war am Mittwoch wegen Terrorismus- und Korruptionsvorwürfen festgenommen worden. Der Parteichef von Imamoglus Partei CHP, Özel, hielt Präsident Erdogan vor, dieser habe seinen aussichtsreichsten Rivalen aus dem Weg räumen wollen. Imamoglu sollte am Wochenende zum Präsidentschaftskandidaten der CHP gekürt werden.
Diese Nachricht wurde am 21.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.