
Nach Berechnungen ihres Hauses würden die Maßnahmen, kombiniert mit den seit Anfang des Jahres verhängten Zusatz-Zöllen, den Welthandel um ein Prozent schrumpfen lassen. Bisher sei von einem dreiprozentigen Wachstum ausgegangen worden.
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sprach von einem schweren Schlag für die Weltwirtschaft. Man prüfe derzeit Sonderzölle auf US-Produkte. Zugleich machte sie deutlich, dass die Europäische Union weiter an einer Verhandlungslösung interessiert sei. China drohte den USA umgehend mit Gegenmaßnahmen. Frankreichs Präsident Macron rief dazu auf, zunächst auf Investitionen in den USA zu verzichten, bis die Situation geklärt sei. Macron betonte, es sei nicht angemessen, Milliarden Euro in die US-Wirtschaft zu investieren, während diese - so wörtlich - "auf uns einschlage".
Trump hatte neue Importzölle von 10 bis 50 Prozent für Handelspartner weltweit verhängt. Bei Einfuhren aus der EU sind es Aufschläge von 20 Prozent, bei Importen aus China 34 Prozent. Nicht auf der Länderliste stehen unter anderem Russland und Nordkorea. Hier wird argumentiert, dass es wegen umfangreicher internationaler Sanktionen ohnehin keine nennenswerten Handelsbeziehungen mit den USA gebe.
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Diese Nachricht wurde am 03.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.