
Forscher hatten zehn Jahre lang Nahverkehrsstreiks in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München beobachtet und deren Auswirkungen analysiert. Viele Pendler und Reisende waren an diesen Tagen auf das Auto umgestiegen und es kam zu Staus. Es gab mehr Verkehrsunfälle, die Zahl der im Straßenverkehr Verletzten nahm zu und zwar um 20 Prozent. Durch den Autoverkehr stieg die Feinstaubbelastung in den Städten deutlich an. Gleichzeitig wurden 11 Prozent mehr kleine Kinder mit Atemwegserkrankungen in die Krankenhäuser eingewiesen.
Die Studie mit dem Namen "Wenn Arbeitskonflikte Städte zum Stillstand bringen: Die Auswirkungen von Streiks im öffentlichen Nahverkehr auf Verkehr, Unfälle, Luftverschmutzung und Gesundheit" erschien schon vor fünf Jahren und könnte nun wieder Aktualität erlangen. Der "Informationsdienst Wissenschaft" griff sie deshalb auf und stellte die Ergebnisse vor.
Diese Nachricht wurde am 27.03.2023 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet.