
Etwa 5.000 Menschen wurden verletzt. Das Erdbeben der Stärke 7,7 war eines der schwersten in dem südostasiatischen Land seit einem Jahrhundert. Viele Gebäude stürzten ein, darunter auch Krankenhäuser, ganze Ortschaften wurden fast vollständig zerstört. Nach Angaben der Vereinten Nationen benötigt mehr als ein Drittel der Bevölkerung Unterstützung. Hilfsorganisationen warnen vor dem Ausbruch schwerer Krankheiten wie Cholera.
UNO: Hilfsgüter werden ungleich verteilt
Das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte wirft der in Myanmar regierenden Militärregierung vor, Hilfsgüter ungleich zu verteilen. So würden Gemeinden benachteiligt, die sich nicht hinter das Regime gestellt haben.
Ungeachtet der Katastrophe setzt die Junta ihre Militäraktionen gegen die Rebellen offenbar fort. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz rief die Konfliktparteien gestern zu einer länger andauernden Waffenruhe auf.
Myanmar ist seit dem Militärputsch 2021 international weitgehend isoliert. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag ermittelt gegen den Junta-Chef Min Aung Hlaing wegen mutmaßlicher Menschenrechtsverbrechen.
Diese Nachricht wurde am 05.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.