Polizeiliche Kriminalstatistik
Zahl von Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen stark gestiegen

Die geschäftsführende Bundesinnenministerin Faeser hat in Berlin die polizeiliche Kriminalstatistik für das vergangene Jahr vorgestellt.

    Nancy Faeser, geschaeftsführende Bundesministerin für Inneres und Heimat, stellt die Polizeiliche Kriminalstatistik 2024 im Haus der Bundespressekonferenz vor. Sie sitzt vor blauem Hintergrund.
    Vorstellung der Polizeiliche Kriminalstatistik 2024 durch Bundesinnenministerin Faeser (picture alliance / photothek.de / Juliane Sonntag)
    Dabei ist insbesondere die Zahl der erfassten Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffe gestiegen - auf insgesamt 13.300 Fälle. Dies entspricht einem Anstieg von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gewalt gegen Frauen sei besorgniserregend, sagte die SPD-Politikerin Faeser. Wichtig sei es, mit einer effektiveren Strafverfolgung, der Einführung elektronischer Fußfesseln und einer besseren Opferhilfe auf den Anstieg zu reagieren. Der ehemalige Richter und Journalist Ulf Buermeyer gab im Deutschlandfunk hingegen zu bedenken, womöglich habe es nicht mehr Vergewaltigungen gegeben, sondern es nur die Bereitschaft gestiegen, Taten anzuzeigen.
    Insgesamt ging die Zahl der registrierten Straftaten im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent auf rund 5,8 Millionen Fälle zurück. Die Gewaltkriminalität nahm hingegen um 1,5 Prozent zu. Mit bundesweit mehr als 217.000 Gewalttaten erreichte sie den höchsten Stand seit 2007. Insbesondere war eine Zunahme der Gewalttaten nicht-deutscher Tatverdächtiger zu verzeichnen.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.