
Dabei ist insbesondere die Zahl der erfassten Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffe gestiegen - auf insgesamt 13.300 Fälle. Dies entspricht einem Anstieg von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gewalt gegen Frauen sei besorgniserregend, sagte die SPD-Politikerin Faeser. Wichtig sei es, mit einer effektiveren Strafverfolgung, der Einführung elektronischer Fußfesseln und einer besseren Opferhilfe auf den Anstieg zu reagieren. Der ehemalige Richter und Journalist Ulf Buermeyer gab im Deutschlandfunk hingegen zu bedenken, womöglich habe es nicht mehr Vergewaltigungen gegeben, sondern es nur die Bereitschaft gestiegen, Taten anzuzeigen.
Insgesamt ging die Zahl der registrierten Straftaten im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent auf rund 5,8 Millionen Fälle zurück. Die Gewaltkriminalität nahm hingegen um 1,5 Prozent zu. Mit bundesweit mehr als 217.000 Gewalttaten erreichte sie den höchsten Stand seit 2007. Insbesondere war eine Zunahme der Gewalttaten nicht-deutscher Tatverdächtiger zu verzeichnen.
Diese Nachricht wurde am 02.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.