
Ettinger begründete ihren Rücktritt demnach mit der aktuellen Situation im Nahen Osten. Sie hatte nach dem Angriff der Hamas auf Israel um mehr Zeit für die Arbeit der Kommission und "zum Innehalten und Nachdenken" gebeten.
Hoskote wird die Nähe zur Israel-Boykott-Bewegung BDS vorgeworfen. Er soll einem Medienbericht zufolge 2019 eine Petition mit antisemitischen Inhalten unterzeichnet haben. Laut documenta hat der Kunstkritiker in seinem Kündigungsschreiben die Nähe zum BDS bestritten, die Atmosphäre sei nun "vergiftet", ohne Platz für "eine differenzierte Diskussion der anstehenden Fragen". Aufgabe der Kommission ist es, die Künstlerische Leitung der documenta 2027 auszuwählen.
Die zurückliegende Weltkunstschau war wegen Antisemitismus und dem Umgang der Kuratoren damit stark kritisiert worden.
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Diese Nachricht wurde am 14.11.2023 im Programm Deutschlandfunk Kultur gesendet.