Angesichts dieser Summen wird verständlich, warum der Emir von Kuwait 1991 solch ein Medienspektakel inszenieren ließ: Die Show war ein Symbol für seine Auferstehung nach der Vertreibung der Iraker aus dem kuwaitischen Öldorado. Saddam Hussein hatte versucht, die Ölquellen der Kuwaitis zu erobern. Doch die internationale Allianz unter Führung der USA hat ihn damals mit Waffengewalt zurückgejagt. Dass Briten und US-Amerikaner, finanziell unterstützt auch von den Deutschen, ihre Raketen gegen Saddam Hussein richteten, hatte vor allem einen Grund:
Erdöl ist nach wie vor der wichtigste Energieträger. Das war nicht immer so, man kann sagen, dass das Erdöl in den USA zwischen den Weltkriegen zum Hauptenergieträger aufgestiegen ist und die Kohle abgelöst hat, und nach dem zweiten Weltkrieg ist dann dieser Prozess abgelaufen in Westeuropa und dann in Japan.
Der Politikwissenschaftler Martin Beck von der Universität Tübingen hat sich intensiv mit den wirtschaftlichen und politischen Aspekten des Öls befasst: Denn das Öl hat unseren Globus in den letzten 100 Jahren stärker verändert, als jeder andere Rohstoff. Öl ist das Lebenselixier unserer Gesellschaft geworden: Als dominierender Treibstoff, als wichtiger Brennstoff, als zentraler Rohstoff für die Chemie, als unverzichtbarer Schmierstoff, und als wichtiger Baustoff. Hans-Rudolf Pfändler, Professor für organische Chemie an der Universität München:
Es ist eine Illusion zu glauben, dass man Milliarden Menschen ernähren kann ohne Erdöl, weil an dieser Petrochemie die mit der Erdölverarbeitung sich befasst, sind auch die Düngemittel verbunden, die werden hergestellt daraus, das ist sehr energieintensiv, die ganze Landwirtschaft ist ja heute motorisiert, mechanisiert, dafür brauchen wir das Erdöl, und ich hab mal gehört, dass für die Herstellung von einem Kilo Brot ein Liter Erdöl verbraucht wird - sie können ermessen welche Katastrophe eintreten würde, wenn mal dieses Erdöl nicht mehr vorhanden ist.
Der Siegeszug des Mineralöls hat das Wirtschaftsleben rund um den Globus revolutioniert: Erst der billige Treibstoff Öl hat jene besseren Reise- und Transportmöglichkeiten auf dem Land, im Wasser und in der Luft geschaffen und die internationale Arbeitsteilung möglich gemacht, auf der der Wohlstand in den Industrieländern beruht. Der preiswerte Brennstoff Öl erlaubt allen Wirtschaftszweigen ein günstigeres Produzieren. Und den Verbrauchern billigeres Heizen - so dass ihnen mehr Geld bleibt zum Konsumieren. Dem vielseitigen Rohstoff Öl haben wir eine unüberschaubare Palette von Hilfs- und Kunststoffen zu verdanken, die zu einem breiteren und preiswerteren Angebot an Gütern aller Art geführt haben. Das Mineralöl hat freilich nicht nur Millionen von Menschen Wohlstand beschert, sondern auch viele das Leben gekostet. Denn die wertvollen Ölquellen waren von jeher umkämpft, und der Zugang zum Öl hat so manchen Krieg entschieden:
Winston Churchill, hatte schon 1911, als britischer Marineminister, erkannt, dass Öl die Schlagkraft der Flotte deutlich stärken würde:
Die durch flüssigen Brennstoff erzielten Vorteile waren unschätzbar. Vorerst die Geschwindigkeit: in gleichen Schiffen erzielte man mit Öl eine weit höhere Geschwindigkeit als mit Kohle. Es ermöglichte eine bedeutend größere Beschleunigung. Es ergab einen 40 Prozent größeren Aktionsradius als die gleiche Menge Kohle. Es ermöglichte einer Flotte, sich ohne Schwierigkeiten auf offener See mit Treibstoff zu versorgen.
Während des 1.Weltkrieges unterstützt Churchill die Entwicklung von ölgetriebenen Kampfmaschinen unter dem Codenamen "tank". 456 Panzer sorgen 1918 in der Schlacht von Amiens dafür, dass der deutsche General Ludendorff später vom "schwarzen Tag des deutschen Heeres in der Geschichte dieses Krieges" spricht. Doch das ist nur ein besonders plakatives Beispiel dafür, wie der Vormarsch des Treibstoffs Öl den ersten Weltkrieg beeinflusst: Autos, Panzer, U-Boote, Flugzeuge - all diese Fahrzeuge können nur eingesetzt werden, wenn der Treibstoffnachschub funktioniert. Und während Deutschland nur auf die vergleichsweise kleinen und zerstörungsanfälligen rumänischen Ölfelder zurückgreifen kann, haben die Alliierten das damals größte Ölförderland der Welt in ihren Reihen: Die USA. Sie fördern 1917 zwei Drittel allen Öls. Während des Krieges decken die USA 80 Prozent des Ölbedarfs der Alliierten. Der französische Senator Berenger:
Deutschland war sich seiner Überlegenheit bei Eisen und Kohle allzu sicher, ohne jedoch unsere Überlegenheit bei Öl in Rechnung zu stellen. So wie Öl das Blut des Sieges war, wird es das Blut des Friedens sein. In dieser Stunde, am Anbeginn des Friedens, rufen unsere Völker, unsere Industrie, unser Handel, unsere Bauern nach mehr Öl, immer mehr Öl, nach mehr Benzin, immer mehr Benzin.
Angesichts solcher Erkenntnisse ist es kein Wunder, dass nach dem 1.Weltkrieg ein großer Wettlauf ums Öl beginnt. Ein Wettlauf, von dem allerdings der Kriegsverlierer Deutschland ausgeschlossen bleibt - die Briten kassieren das vielversprechende Öl-Engagement der Deutschen Bank im Nahen Osten. Der sich langsam aber sicher zum Öldorado mausert, in dem sich auch US-Firmen mit Regierungshilfe lukrative Bohrrechte sichern. Im 2. Weltkrieg hat das Haben oder Nichthaben von Öl sogar eine noch größere Rolle gespielt. Denn der erste Weltkrieg war noch ein Stellungskrieg, der zweite ist dagegen ein Bewegungskrieg mit raschen Vorstößen über große Entfernungen. Hitler hat die Lektion des 1.Weltkrieges gelernt und den Aufbau einer Industrie vorangetrieben, die Öl aus der reichlich verfügbaren heimischen Kohle gewinnen kann.
Hitler forciert aber nicht nur die Herstellung von Ölprodukten aus Kohle, sondern er entfacht auch einen blutigen Kampf um Ölquellen und Ölnachschubwege:
Der grausame U-Bootkrieg soll den Ölnachschub der westlichen Verbündeten abschneiden. Und der Russlandfeldzug, der auf beiden Seiten Millionen von Menschen das Leben kostet, zielt auch darauf ab, die kaukasischen Erdölfelder zu erobern und dem Gegner den Ölhahn zuzudrehen. Adolf Hitler am 8.November 1942 im Münchner Bürgerbräukeller:
Ich wollte zur Wolga kommen. An einer bestimmten Stelle, an einer bestimmten Stadt, zufällig trägt sie den Namen von Herrn Stalin, aber denken sie nicht, dass ich deswegen dorthin marschiert bin, sie könnte auch ganz anders heißen, sondern nur weil dort ein ganz wichtiger Punkt ist: Dort schneidet man nämlich 30 Millionen Tonnen Verkehr ab, darunter fast 9 Millionen Tonnen Ölverkehr...Es kommt kein Schiff mehr die Wolga hoch, das ist das Entscheidende.
Und der Nordafrika-Feldzug unter Rommel dient dazu, die Erdölquellen im Vorderen Orient zu erobern. Diese "Operation Wüstensturm" bleibt allerdings kurz vor dem Ziel im Wüstensand stecken - wegen Benzinmangels. Josef Stalin bringt die Bedeutung des Öls während des Krieges einmal so auf den Punkt:
Dies ist ein Krieg der Motoren und der Oktanzahl. Ich erhebe mein Glas auf die amerikanische Autoindustrie und die amerikanische Ölindustrie.
Den Aufstieg zur stärksten Weltmacht, aber auch den luxuriösen "american way of life" mit Highways, Motels, Drive-in-Kinos und -restaurants, all das verdanken die USA vor allem ihren großen Ölschätzen. US-Marineminister James Forrestal 1945:
Das Prestige und daher der Einfluss der Vereinigten Staaten leiten sich zum Teil vom Reichtum des Landes und seiner Bürger an Ölressourcen im In- und Ausland ab. Die aktive Ausweitung solcher Bestände ist äußerst wünschenswert.
Da ist es nicht verwunderlich, dass die USA ihre starke Position nach den beiden Weltkriegen dazu nutzen, den Zugriff auf die gigantischen Ölreserven im Nahen Osten auszudehnen. Der Iran, Saudi Arabien und Kuwait sind damals die ölreichsten Länder am Persischen Golf, und die USA beziehungsweise die US-Ölkonzerne schnappen sich nicht nur die besten Plätze an den dortigen Ölquellen, sondern sie werden auch die Stützen der dort herrschenden Königshäuser. Schah Mohammed Resa Pahlevi wird 1941 von den Alliierten auf dem Pfauenthron am Persischen Golf gehoben:
Anfang der 50er-Jahre hat dort ein bürgerlich-progressives Regime versucht, das sehr traditionelle Schah-Regime abzulösen. Die haben den Erdölsektor verstaatlicht, und hier zeigte sich dann, in dieser Situation, dass der Westen das nicht akzeptieren konnte, wobei hier die Staaten nicht eingreifen mussten, sondern die Erdölkonzerne organisierten ein hervorragend funktionierendes Embargo gegen den Iran, sie waren in der Lage ein großes Erdölland ohne weiteres in den völligen Staatsbankrott zu treiben, und der Effekt war der, dass dann zwei Jahre später, also 1953 mit einem Militärcoup, der noch gestützt wurde durch die CIA, das alte Schah-Regime wieder installiert werden konnte.
Die CIA ist der US-amerikanische Geheimdienst. Die Ironie an der Geschichte: Die westlichen Ölkonzerne setzen damals erstmals erfolgreich jene Ölwaffe ein, die später Furore machen sollte - allerdings in der umgekehrten Richtung. Das Öl aus dem Nahen Osten war zunächst ein Segen für das vom Krieg zerstörte Europa. Ohne billigen Sprit hätte der Marschall-Plan zum Wiederaufbau kein Wirtschaftswunder bewirken können. Daniel Yergin schreibt in seinem Buch "Der Preis - Die Jagd nach Öl, Macht und Geld":
1955 lieferte die Kohle noch 75 Prozent der Gesamtenergie in Westeuropa, und Öl nur 23 Prozent. 1972 war der Anteil der Kohle auf 22 Prozent gesunken, während der des Öls auf 60 Prozent gewachsen war - fast ein Salto.
Und der Öldurst wächst weiter, die US-Reserven schwinden rasch. Bald ist die Möglichkeit, die US-Förderung in Krisenzeiten kräftig hochzufahren, dahin. Die USA können mit ihrem eigenen Öl den Weltmarkt für Rohöl nicht mehr beeinflussen. Anfang der 70er-Jahre sind nicht mehr die Vereinigten Staaten der Ölnabel der Welt, sondern die ölexportierenden Länder vor allem am Persischen Golf und in Nordafrika. Sie haben inzwischen ihre Ölquellen verstaatlicht. Und sie haben sich in einem Club namens OPEC zusammengeschlossen, der "Organisation ölexportierender Staaten." Zu den wichtigen Mitgliedern zählen neben den Golfanrainern Irak, Iran, Kuwait und Saudi-Arabien auch das alte Ölland und Gründungsmitglied Venezuela und das junge Ölreich Libyen, dessen schwarzes Gold vor allem nach Europa fließt. Die Industrieländer, aber auch viele Entwicklungs- und Schwellenländer, sie alle sind mittlerweile so abhängig von der Wachstumsdroge Öl, dass sie den Lieferanten aus der OPEC auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Das wird mit einem Schlag deutlich, als die Ägypter 1973 den Heiligen Krieg gegen die Israelis beginnen, und die arabische Welt zusätzlich Druck macht durch den Einsatz der Ölwaffe, indem sie den Ölhahn zudreht: Auf den Ölrausch folgt der Ölkater. Den der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt so kurieren will:
Wir sparen dort, wo wir es uns leisten können zu sparen, im privaten Bereich, der 40 % des Energieverbrauchs ausmacht. Vernünftige Einschränkung und gerechte Einteilung werden dafür sorgen, dass wir ein friedliches Weihnachten feiern können. Die Wirtschaft benötigt 60% der Energie, dort wird entschieden, dass wir gut über den Winter kommen, dort geht es um die Arbeitsplätze, sie müssen gesichert werden. Die Energiekrise kann auch zu einer Chance werden.
Trotz aller Sparmaßnahmen treiben Panikkäufe die Benzin- und Heizölpreise in schwindelnde Höhen. Das zeigt den OPEC-Brüdern, dass sie ihr Öl mit fünf Dollar pro Barrel immer noch viel zu billig verkaufen. So verdoppeln Sie ihren Richtpreis bis Januar 1974 auf über 11 Dollar. Den Ölboykott beenden sie allerdings bald. Denn sie wissen, dass eine weltweite Wirtschaftskrise auch für sie ein Verlustgeschäft ist.
Die Weltwirtschaft bricht auch nicht zusammen. Aber es kommt doch zu sehr schmerzhaften Konjunktureinbrüchen. Die deutsche Ölrechnung klettert von einem Jahr aufs andere von 13 Milliarden auf 29 Milliarden Mark - dadurch gehen im Inland 16 Milliarden an Kaufkraft verloren. Auch die Exportkundschaft muss wegen der höheren Ölzeche den Gürtel enger schnallen. Die Folge: 1974 stagniert die Wirtschaftsleistung, 1975 schrumpft sie sogar. Vor den Arbeitsämtern stehen die Bundesbürger Schlange, die Arbeitslosenquote ist 1975 viermal so hoch wie 1973. Die ölimportierenden Länder sind plötzlich ein gutes Stück ärmer - die ölexportierenden Länder schwimmen dagegen im Geld. 1974 verkaufen die OPEC-Staaten genauso viel Öl wie 1973. Aber sie bekommen dafür dreimal so viele Dollars: 120 Milliarden, statt 37. Es ist aber bekanntlich auch nicht ganz einfach, plötzlichen Reichtum zu verkraften. Musterbeispiel: Der Schah. Er gebärdet sich in der Folgezeit nicht nur als radikaler Ölpreistreiber, der nur von den moderaten Saudis in Schach gehalten wird. sondern er verfällt auch dem Größenwahn und versucht, sein rückständiges Land im Eiltempo zu modernisieren. Verschwendung, Korruption, Inflation und Versorgungsengpässe sind die Folge, und schließlich sein Sturz.
Im Januar 1979 muss der Schah vom Pfauenthron herabsteigen. Der Umsturz im Iran löst die zweite Ölpreisexplosion aus, und damit die zweite gigantische Umverteilungsaktion. Martin Beck:
Während die Industriestaaten sich mit mühsam anpassen konnten, waren die Entwicklungsländer die kein Erdöl hatten die großen Verlierer, sie konnten keinen Ersatz finden. Die Industriestaaten waren in der Lage, im Vorderen Orient Absatzmärkte zu finden, sie waren in der Lage, Hochtechnologie zu entwickeln zum Energiesparen, das hat zum Teil sogar wichtige Impulse gegeben, das alles konnten die Entwicklungsländer nicht, die Entwicklungsländer mussten viel mehr für ihre Energierechnung bezahlen, und das hat sie in eine ungeheure Schuldenkrise hineingetrieben, ironischerweise wurde diese Schuldenkrise auch noch gemanagt durch diese Petrodollars, die also vom Westen zunächst in den Vorderen Orient flossen, dort konnte mit dem Geld direkt nichts angefangen werden, es wurde zurücküberwiesen an die westlichen Banken, die haben dann diese Schuldenpolitik organisiert, letztlich waren die Leidtragenden die Dritte Welt-Staaten wie etwa Brasilien und Argentinien, die eine ungeheure Energierechnung hatten, und die vorher hoffen konnten, die Unterentwicklung überwinden zu können, diese Hoffnung wurde dann ziemlich zerstört.
Die Industriestaaten machen zu Beginn der 80er-Jahre erneut eine wirtschaftliche Rosskur durch, die so manche politische Führung nicht überlebt. Carters Ölkrisenmanagement überzeugt die US-Bürger nicht, und als die Befreiung von US-Geiseln im Iran nicht gelingt, ist sein politisches Schicksal besiegelt, er verliert sein Amt als Präsident. Etwas später wird auch in den deutschen Landen die sozialliberale Koalition von der Ölpreiswoge hinweggespült, weil Arbeitslosigkeit, Inflation und Staatsschulden überhandnehmen. Die nachfolgenden konservativen Regierungen in den USA und auch in der Bundesrepublik profitieren dagegen davon, dass die Ölpreiswelle sich letzten Endes überschlägt: das gewinnträchtige Preisniveau löst schon nach 1973 eine fieberhafte und erfolgreiche Ölsuche aus: Im Golf von Mexiko, in Alaska und in der Nordsee werden gigantische Ölfelder entdeckt, sogenannte "Elefanten". Bürger, Unternehmen und die Regierungen forcieren das Energiesparen. Und die Politiker fördern den Einsatz alternativer Energien - das war damals die Kernenergie. Als Ende der 80er-Jahre infolge all dieser Anpassungsprozesse das Öl wieder deutlich billiger ist, scheint die Zeit der Ölwaffen und der Kriege ums Öl vorbei zu sein. Doch das ist ein Irrtum. Der irakische Diktator Saddam Hussein braucht nach dem Ende des blutigen und teuren Krieges mit dem Iran, bei dem es auch um die Ölschätze beider Länder gegangen war, dringend Petrodollars. Und überfällt deswegen 1990 das kleine aber steinreiche Scheichtum Kuwait, das auf 10 Prozent der weltweiten Erdölreserven sitzt. Doch der damalige US-Präsident George Bush, Vater des jetzt amtierenden Präsidenten, der sein Vermögen im Ölgeschäft gemacht hatte, George Bush Senior organisiert einen Gegenschlag. Indirekt gibt George Bush aber auch zu, dass er nur in den Krieg eingreift, um sich den Zugang zum billigen Öl zu sichern:
Unsere Wirtschaft, unsere Lebensart, unsere Freiheit und die Freiheit befreundeter Länder auf der ganzen Welt, alles würde leiden, wenn die Kontrolle über die großen Ölreserven der Welt in die Hände Saddam Husseins fielen.
Nach dem gewonnen Krieg gegen Saddam haben die USA das Öldorado wieder halbwegs unter Kontrolle. Die Bande zwischen der stärksten Militärmacht auf dem Globus und den bedrohten Öldynastien in Saudi-Arabien und Kuwait sind enger geknüpft denn je. Doch das ändert sich schlagartig. Der Anschlag auf das World Trade Center zeigt, dass die Ölscheichs keine zuverlässigen Statthalter mehr sind - schließlich führen die Spuren der Attentäter auch nach Saudi-Arabien.
Erdöl ist nach wie vor der wichtigste Energieträger. Das war nicht immer so, man kann sagen, dass das Erdöl in den USA zwischen den Weltkriegen zum Hauptenergieträger aufgestiegen ist und die Kohle abgelöst hat, und nach dem zweiten Weltkrieg ist dann dieser Prozess abgelaufen in Westeuropa und dann in Japan.
Der Politikwissenschaftler Martin Beck von der Universität Tübingen hat sich intensiv mit den wirtschaftlichen und politischen Aspekten des Öls befasst: Denn das Öl hat unseren Globus in den letzten 100 Jahren stärker verändert, als jeder andere Rohstoff. Öl ist das Lebenselixier unserer Gesellschaft geworden: Als dominierender Treibstoff, als wichtiger Brennstoff, als zentraler Rohstoff für die Chemie, als unverzichtbarer Schmierstoff, und als wichtiger Baustoff. Hans-Rudolf Pfändler, Professor für organische Chemie an der Universität München:
Es ist eine Illusion zu glauben, dass man Milliarden Menschen ernähren kann ohne Erdöl, weil an dieser Petrochemie die mit der Erdölverarbeitung sich befasst, sind auch die Düngemittel verbunden, die werden hergestellt daraus, das ist sehr energieintensiv, die ganze Landwirtschaft ist ja heute motorisiert, mechanisiert, dafür brauchen wir das Erdöl, und ich hab mal gehört, dass für die Herstellung von einem Kilo Brot ein Liter Erdöl verbraucht wird - sie können ermessen welche Katastrophe eintreten würde, wenn mal dieses Erdöl nicht mehr vorhanden ist.
Der Siegeszug des Mineralöls hat das Wirtschaftsleben rund um den Globus revolutioniert: Erst der billige Treibstoff Öl hat jene besseren Reise- und Transportmöglichkeiten auf dem Land, im Wasser und in der Luft geschaffen und die internationale Arbeitsteilung möglich gemacht, auf der der Wohlstand in den Industrieländern beruht. Der preiswerte Brennstoff Öl erlaubt allen Wirtschaftszweigen ein günstigeres Produzieren. Und den Verbrauchern billigeres Heizen - so dass ihnen mehr Geld bleibt zum Konsumieren. Dem vielseitigen Rohstoff Öl haben wir eine unüberschaubare Palette von Hilfs- und Kunststoffen zu verdanken, die zu einem breiteren und preiswerteren Angebot an Gütern aller Art geführt haben. Das Mineralöl hat freilich nicht nur Millionen von Menschen Wohlstand beschert, sondern auch viele das Leben gekostet. Denn die wertvollen Ölquellen waren von jeher umkämpft, und der Zugang zum Öl hat so manchen Krieg entschieden:
Winston Churchill, hatte schon 1911, als britischer Marineminister, erkannt, dass Öl die Schlagkraft der Flotte deutlich stärken würde:
Die durch flüssigen Brennstoff erzielten Vorteile waren unschätzbar. Vorerst die Geschwindigkeit: in gleichen Schiffen erzielte man mit Öl eine weit höhere Geschwindigkeit als mit Kohle. Es ermöglichte eine bedeutend größere Beschleunigung. Es ergab einen 40 Prozent größeren Aktionsradius als die gleiche Menge Kohle. Es ermöglichte einer Flotte, sich ohne Schwierigkeiten auf offener See mit Treibstoff zu versorgen.
Während des 1.Weltkrieges unterstützt Churchill die Entwicklung von ölgetriebenen Kampfmaschinen unter dem Codenamen "tank". 456 Panzer sorgen 1918 in der Schlacht von Amiens dafür, dass der deutsche General Ludendorff später vom "schwarzen Tag des deutschen Heeres in der Geschichte dieses Krieges" spricht. Doch das ist nur ein besonders plakatives Beispiel dafür, wie der Vormarsch des Treibstoffs Öl den ersten Weltkrieg beeinflusst: Autos, Panzer, U-Boote, Flugzeuge - all diese Fahrzeuge können nur eingesetzt werden, wenn der Treibstoffnachschub funktioniert. Und während Deutschland nur auf die vergleichsweise kleinen und zerstörungsanfälligen rumänischen Ölfelder zurückgreifen kann, haben die Alliierten das damals größte Ölförderland der Welt in ihren Reihen: Die USA. Sie fördern 1917 zwei Drittel allen Öls. Während des Krieges decken die USA 80 Prozent des Ölbedarfs der Alliierten. Der französische Senator Berenger:
Deutschland war sich seiner Überlegenheit bei Eisen und Kohle allzu sicher, ohne jedoch unsere Überlegenheit bei Öl in Rechnung zu stellen. So wie Öl das Blut des Sieges war, wird es das Blut des Friedens sein. In dieser Stunde, am Anbeginn des Friedens, rufen unsere Völker, unsere Industrie, unser Handel, unsere Bauern nach mehr Öl, immer mehr Öl, nach mehr Benzin, immer mehr Benzin.
Angesichts solcher Erkenntnisse ist es kein Wunder, dass nach dem 1.Weltkrieg ein großer Wettlauf ums Öl beginnt. Ein Wettlauf, von dem allerdings der Kriegsverlierer Deutschland ausgeschlossen bleibt - die Briten kassieren das vielversprechende Öl-Engagement der Deutschen Bank im Nahen Osten. Der sich langsam aber sicher zum Öldorado mausert, in dem sich auch US-Firmen mit Regierungshilfe lukrative Bohrrechte sichern. Im 2. Weltkrieg hat das Haben oder Nichthaben von Öl sogar eine noch größere Rolle gespielt. Denn der erste Weltkrieg war noch ein Stellungskrieg, der zweite ist dagegen ein Bewegungskrieg mit raschen Vorstößen über große Entfernungen. Hitler hat die Lektion des 1.Weltkrieges gelernt und den Aufbau einer Industrie vorangetrieben, die Öl aus der reichlich verfügbaren heimischen Kohle gewinnen kann.
Hitler forciert aber nicht nur die Herstellung von Ölprodukten aus Kohle, sondern er entfacht auch einen blutigen Kampf um Ölquellen und Ölnachschubwege:
Der grausame U-Bootkrieg soll den Ölnachschub der westlichen Verbündeten abschneiden. Und der Russlandfeldzug, der auf beiden Seiten Millionen von Menschen das Leben kostet, zielt auch darauf ab, die kaukasischen Erdölfelder zu erobern und dem Gegner den Ölhahn zuzudrehen. Adolf Hitler am 8.November 1942 im Münchner Bürgerbräukeller:
Ich wollte zur Wolga kommen. An einer bestimmten Stelle, an einer bestimmten Stadt, zufällig trägt sie den Namen von Herrn Stalin, aber denken sie nicht, dass ich deswegen dorthin marschiert bin, sie könnte auch ganz anders heißen, sondern nur weil dort ein ganz wichtiger Punkt ist: Dort schneidet man nämlich 30 Millionen Tonnen Verkehr ab, darunter fast 9 Millionen Tonnen Ölverkehr...Es kommt kein Schiff mehr die Wolga hoch, das ist das Entscheidende.
Und der Nordafrika-Feldzug unter Rommel dient dazu, die Erdölquellen im Vorderen Orient zu erobern. Diese "Operation Wüstensturm" bleibt allerdings kurz vor dem Ziel im Wüstensand stecken - wegen Benzinmangels. Josef Stalin bringt die Bedeutung des Öls während des Krieges einmal so auf den Punkt:
Dies ist ein Krieg der Motoren und der Oktanzahl. Ich erhebe mein Glas auf die amerikanische Autoindustrie und die amerikanische Ölindustrie.
Den Aufstieg zur stärksten Weltmacht, aber auch den luxuriösen "american way of life" mit Highways, Motels, Drive-in-Kinos und -restaurants, all das verdanken die USA vor allem ihren großen Ölschätzen. US-Marineminister James Forrestal 1945:
Das Prestige und daher der Einfluss der Vereinigten Staaten leiten sich zum Teil vom Reichtum des Landes und seiner Bürger an Ölressourcen im In- und Ausland ab. Die aktive Ausweitung solcher Bestände ist äußerst wünschenswert.
Da ist es nicht verwunderlich, dass die USA ihre starke Position nach den beiden Weltkriegen dazu nutzen, den Zugriff auf die gigantischen Ölreserven im Nahen Osten auszudehnen. Der Iran, Saudi Arabien und Kuwait sind damals die ölreichsten Länder am Persischen Golf, und die USA beziehungsweise die US-Ölkonzerne schnappen sich nicht nur die besten Plätze an den dortigen Ölquellen, sondern sie werden auch die Stützen der dort herrschenden Königshäuser. Schah Mohammed Resa Pahlevi wird 1941 von den Alliierten auf dem Pfauenthron am Persischen Golf gehoben:
Anfang der 50er-Jahre hat dort ein bürgerlich-progressives Regime versucht, das sehr traditionelle Schah-Regime abzulösen. Die haben den Erdölsektor verstaatlicht, und hier zeigte sich dann, in dieser Situation, dass der Westen das nicht akzeptieren konnte, wobei hier die Staaten nicht eingreifen mussten, sondern die Erdölkonzerne organisierten ein hervorragend funktionierendes Embargo gegen den Iran, sie waren in der Lage ein großes Erdölland ohne weiteres in den völligen Staatsbankrott zu treiben, und der Effekt war der, dass dann zwei Jahre später, also 1953 mit einem Militärcoup, der noch gestützt wurde durch die CIA, das alte Schah-Regime wieder installiert werden konnte.
Die CIA ist der US-amerikanische Geheimdienst. Die Ironie an der Geschichte: Die westlichen Ölkonzerne setzen damals erstmals erfolgreich jene Ölwaffe ein, die später Furore machen sollte - allerdings in der umgekehrten Richtung. Das Öl aus dem Nahen Osten war zunächst ein Segen für das vom Krieg zerstörte Europa. Ohne billigen Sprit hätte der Marschall-Plan zum Wiederaufbau kein Wirtschaftswunder bewirken können. Daniel Yergin schreibt in seinem Buch "Der Preis - Die Jagd nach Öl, Macht und Geld":
1955 lieferte die Kohle noch 75 Prozent der Gesamtenergie in Westeuropa, und Öl nur 23 Prozent. 1972 war der Anteil der Kohle auf 22 Prozent gesunken, während der des Öls auf 60 Prozent gewachsen war - fast ein Salto.
Und der Öldurst wächst weiter, die US-Reserven schwinden rasch. Bald ist die Möglichkeit, die US-Förderung in Krisenzeiten kräftig hochzufahren, dahin. Die USA können mit ihrem eigenen Öl den Weltmarkt für Rohöl nicht mehr beeinflussen. Anfang der 70er-Jahre sind nicht mehr die Vereinigten Staaten der Ölnabel der Welt, sondern die ölexportierenden Länder vor allem am Persischen Golf und in Nordafrika. Sie haben inzwischen ihre Ölquellen verstaatlicht. Und sie haben sich in einem Club namens OPEC zusammengeschlossen, der "Organisation ölexportierender Staaten." Zu den wichtigen Mitgliedern zählen neben den Golfanrainern Irak, Iran, Kuwait und Saudi-Arabien auch das alte Ölland und Gründungsmitglied Venezuela und das junge Ölreich Libyen, dessen schwarzes Gold vor allem nach Europa fließt. Die Industrieländer, aber auch viele Entwicklungs- und Schwellenländer, sie alle sind mittlerweile so abhängig von der Wachstumsdroge Öl, dass sie den Lieferanten aus der OPEC auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Das wird mit einem Schlag deutlich, als die Ägypter 1973 den Heiligen Krieg gegen die Israelis beginnen, und die arabische Welt zusätzlich Druck macht durch den Einsatz der Ölwaffe, indem sie den Ölhahn zudreht: Auf den Ölrausch folgt der Ölkater. Den der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt so kurieren will:
Wir sparen dort, wo wir es uns leisten können zu sparen, im privaten Bereich, der 40 % des Energieverbrauchs ausmacht. Vernünftige Einschränkung und gerechte Einteilung werden dafür sorgen, dass wir ein friedliches Weihnachten feiern können. Die Wirtschaft benötigt 60% der Energie, dort wird entschieden, dass wir gut über den Winter kommen, dort geht es um die Arbeitsplätze, sie müssen gesichert werden. Die Energiekrise kann auch zu einer Chance werden.
Trotz aller Sparmaßnahmen treiben Panikkäufe die Benzin- und Heizölpreise in schwindelnde Höhen. Das zeigt den OPEC-Brüdern, dass sie ihr Öl mit fünf Dollar pro Barrel immer noch viel zu billig verkaufen. So verdoppeln Sie ihren Richtpreis bis Januar 1974 auf über 11 Dollar. Den Ölboykott beenden sie allerdings bald. Denn sie wissen, dass eine weltweite Wirtschaftskrise auch für sie ein Verlustgeschäft ist.
Die Weltwirtschaft bricht auch nicht zusammen. Aber es kommt doch zu sehr schmerzhaften Konjunktureinbrüchen. Die deutsche Ölrechnung klettert von einem Jahr aufs andere von 13 Milliarden auf 29 Milliarden Mark - dadurch gehen im Inland 16 Milliarden an Kaufkraft verloren. Auch die Exportkundschaft muss wegen der höheren Ölzeche den Gürtel enger schnallen. Die Folge: 1974 stagniert die Wirtschaftsleistung, 1975 schrumpft sie sogar. Vor den Arbeitsämtern stehen die Bundesbürger Schlange, die Arbeitslosenquote ist 1975 viermal so hoch wie 1973. Die ölimportierenden Länder sind plötzlich ein gutes Stück ärmer - die ölexportierenden Länder schwimmen dagegen im Geld. 1974 verkaufen die OPEC-Staaten genauso viel Öl wie 1973. Aber sie bekommen dafür dreimal so viele Dollars: 120 Milliarden, statt 37. Es ist aber bekanntlich auch nicht ganz einfach, plötzlichen Reichtum zu verkraften. Musterbeispiel: Der Schah. Er gebärdet sich in der Folgezeit nicht nur als radikaler Ölpreistreiber, der nur von den moderaten Saudis in Schach gehalten wird. sondern er verfällt auch dem Größenwahn und versucht, sein rückständiges Land im Eiltempo zu modernisieren. Verschwendung, Korruption, Inflation und Versorgungsengpässe sind die Folge, und schließlich sein Sturz.
Im Januar 1979 muss der Schah vom Pfauenthron herabsteigen. Der Umsturz im Iran löst die zweite Ölpreisexplosion aus, und damit die zweite gigantische Umverteilungsaktion. Martin Beck:
Während die Industriestaaten sich mit mühsam anpassen konnten, waren die Entwicklungsländer die kein Erdöl hatten die großen Verlierer, sie konnten keinen Ersatz finden. Die Industriestaaten waren in der Lage, im Vorderen Orient Absatzmärkte zu finden, sie waren in der Lage, Hochtechnologie zu entwickeln zum Energiesparen, das hat zum Teil sogar wichtige Impulse gegeben, das alles konnten die Entwicklungsländer nicht, die Entwicklungsländer mussten viel mehr für ihre Energierechnung bezahlen, und das hat sie in eine ungeheure Schuldenkrise hineingetrieben, ironischerweise wurde diese Schuldenkrise auch noch gemanagt durch diese Petrodollars, die also vom Westen zunächst in den Vorderen Orient flossen, dort konnte mit dem Geld direkt nichts angefangen werden, es wurde zurücküberwiesen an die westlichen Banken, die haben dann diese Schuldenpolitik organisiert, letztlich waren die Leidtragenden die Dritte Welt-Staaten wie etwa Brasilien und Argentinien, die eine ungeheure Energierechnung hatten, und die vorher hoffen konnten, die Unterentwicklung überwinden zu können, diese Hoffnung wurde dann ziemlich zerstört.
Die Industriestaaten machen zu Beginn der 80er-Jahre erneut eine wirtschaftliche Rosskur durch, die so manche politische Führung nicht überlebt. Carters Ölkrisenmanagement überzeugt die US-Bürger nicht, und als die Befreiung von US-Geiseln im Iran nicht gelingt, ist sein politisches Schicksal besiegelt, er verliert sein Amt als Präsident. Etwas später wird auch in den deutschen Landen die sozialliberale Koalition von der Ölpreiswoge hinweggespült, weil Arbeitslosigkeit, Inflation und Staatsschulden überhandnehmen. Die nachfolgenden konservativen Regierungen in den USA und auch in der Bundesrepublik profitieren dagegen davon, dass die Ölpreiswelle sich letzten Endes überschlägt: das gewinnträchtige Preisniveau löst schon nach 1973 eine fieberhafte und erfolgreiche Ölsuche aus: Im Golf von Mexiko, in Alaska und in der Nordsee werden gigantische Ölfelder entdeckt, sogenannte "Elefanten". Bürger, Unternehmen und die Regierungen forcieren das Energiesparen. Und die Politiker fördern den Einsatz alternativer Energien - das war damals die Kernenergie. Als Ende der 80er-Jahre infolge all dieser Anpassungsprozesse das Öl wieder deutlich billiger ist, scheint die Zeit der Ölwaffen und der Kriege ums Öl vorbei zu sein. Doch das ist ein Irrtum. Der irakische Diktator Saddam Hussein braucht nach dem Ende des blutigen und teuren Krieges mit dem Iran, bei dem es auch um die Ölschätze beider Länder gegangen war, dringend Petrodollars. Und überfällt deswegen 1990 das kleine aber steinreiche Scheichtum Kuwait, das auf 10 Prozent der weltweiten Erdölreserven sitzt. Doch der damalige US-Präsident George Bush, Vater des jetzt amtierenden Präsidenten, der sein Vermögen im Ölgeschäft gemacht hatte, George Bush Senior organisiert einen Gegenschlag. Indirekt gibt George Bush aber auch zu, dass er nur in den Krieg eingreift, um sich den Zugang zum billigen Öl zu sichern:
Unsere Wirtschaft, unsere Lebensart, unsere Freiheit und die Freiheit befreundeter Länder auf der ganzen Welt, alles würde leiden, wenn die Kontrolle über die großen Ölreserven der Welt in die Hände Saddam Husseins fielen.
Nach dem gewonnen Krieg gegen Saddam haben die USA das Öldorado wieder halbwegs unter Kontrolle. Die Bande zwischen der stärksten Militärmacht auf dem Globus und den bedrohten Öldynastien in Saudi-Arabien und Kuwait sind enger geknüpft denn je. Doch das ändert sich schlagartig. Der Anschlag auf das World Trade Center zeigt, dass die Ölscheichs keine zuverlässigen Statthalter mehr sind - schließlich führen die Spuren der Attentäter auch nach Saudi-Arabien.